Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frost & Sullivan prognostiziert Wachstum für therapeutische monoklonale Antikörper in Europa

22.10.2012
mAbs schnellstwachsendes Segment in der Biotechnologie

Therapien auf Basis monoklonaler Antikörper ermöglichen eine effiziente Behandlung komplexer Krankheiten mit geringeren Nebenwirkungen. Der Markt für Therapien auf Grundlage monoklonaler Antikörper erfährt demnach derzeit ein schnelleres Wachstum gegenüber konventionellen Medikamenten.

Hohe Entwicklungskosten stellen jedoch eine Barriere für Markteintritte im mittleren Segment dar. Durch innovative Behandlungsmethoden und eine bestehende Produkterfolgsrate zunehmende Möglichkeiten kurbeln das Marktwachstum an.

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan (www.pharma.frost.com) erwirtschaftete der Europamarkt für therapeutische monoklonale Antikörper einen Umsatz in Höhe von 19,01 Milliarden US-Dollar in 2011 und wird voraussichtlich 42,37 Milliarden US-Dollar in 2018 erreichen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 12,1 Prozent über denselben Zeitraum.

Monoklonale Antikörper (mAbs) sind monospezifische, immunologisch aktive Proteine, die zu post-translationalen Modifikationen, wie zum Beispiel Glykosylierung, fähig sind. Sie sind häufig gebrauchte biologische Wirkstoffe in der Therapeutik und daher das schnellst-wachsende Segment in der Biotechnologie. mAbs werden überwiegend bei der Krebsbehandlung sowie bei autoimmunen sowie Entzündungserkrankungen eingesetzt. Andere Therapiebereiche umfassen zudem kardiovaskuläre und Infektionskrankheiten als auch Organtransplantationen.

"Die technologische Entwicklung innerhalb der Biotech- und Genomikmärkte löste die Verwendung von mAbs in der Therapeutik aus," erläutert Frost & Sullivan Research Analystin Deepika Pramod Chopda. "Mit dem Anstieg der Häufigkeitsrate von Krankheiten und der allgemeinen Verschlechterung der menschlichen Gesundheit ist der Bedarf an einem innovativen und wirksamen Heilmittel groß."

Hohe Entwicklungskosten aufgrund komplexer Fertigungsverfahren, teurer biologischer und chemischer Materialien und klinischer Studien sowie der erforderlichen Sicherheit als auch Wirksamkeits- und Qualitätsprüfungen, stellen jedoch ein großes Hindernis für neue Marktteilnehmer dar.

Die durchschnittlichen Produktionskosten für die Entwicklung von monoklonalen Antikörpern bewegen sich zwischen 650 und 750 Millionen US-Dollar, die etwa acht bis neun Jahre dauert. Dieser Faktor verhindert den Markteinstieg von kleinen Biotechfirmen und begünstigt große Pharmaunternehmen wegen ihrer finanziellen Stärke und Möglichkeiten.

Andererseits wird erwartet, dass sich die Therapeutik durch die Zunahme anderer durch Biotechnologie hergestellter Spezialpharmazeutika auf Nischenebene weiterentwickelt, wodurch Möglichkeiten für größere und bessere Geschäfte mit biologischen Wirkstoffen entstehen.

"Bündnisse zwischen großen Pharma- und kleinen Biotechfirmen, um biologische Wirkstoffe zu entwickeln, sind ein wichtiger Trend, der in diesem Markt beobachtet werden kann," fügt Deepika hinzu. "Hohe Entwicklungskosten, die durch teure Forschung und Testaktivitäten verursacht werden, sind für die Gesamtausgaben von mAbs verantwortlich. Bündnisse mit finanziell gesicherten Unternehmen helfen kleinen Biotechfirmen dabei, neue Technologien zu entwickeln, und ermutigen auf diese Weise eine weitere Produktentwicklung innerhalb des Marktes."

Für weitere Informationen zu Frost & Sullivans Studie Analysis of the Therapeutic Monoclonal Antibodies Market in Europe (M7F1), kontaktieren Sie bitte Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Die Studie Analysis of the Therapeutic Monoclonal Antibodies Market in Europe (M7F1) ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Pharma & Biotechnology, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: European Biosimilars Market, Global Generics Market and European Autoimmune Diseases Therapeutics Market. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile mehr als 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.
Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/FrostSullivanDe

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie