Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frauen und Männer reagieren unterschiedlich auf Gefahr

30.11.2009
Männer in gefährlichen Situationen eher aktiv als Frauen

Frauen und Männer dürften unterschiedlich auf Gefahr reagieren. Wissenschaftler des Uniwersytet Jagiellonski Collegium Medicum haben mittels funktioneller Magnetresonanztomographie die Gehirnaktivität von 40 Freiwilligen untersucht, denen verschiedene Bilder gezeigt wurden. Männer wiesen Aktivitäten in Bereichen auf, die damit in Verbindung stehen, welche Handlungen sie setzten sollten, um Gefahr zu vermeiden oder sich ihr zu stellen.

Bei Frauen zeigte sich eine verstärkte Aktivität in den emotionalen Zentren des Gehirns. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden bei der Jahrestagung der Radiological Society of North America in Chigaco vorgestellt.

Die Scans wurden bei 21 Männern und 19 Frauen durchgeführt. Die Gehirnaktivität wurde überwacht, während den Freiwilligen Fotos von Objekten und Bildern aus dem Alltag gezeigt wurden, die verschiedene emotionale Reaktionen hervorrufen sollten. Die Bilder wurden in zwei Tranchen gezeigt. Beim ersten Durchlauf wurden nur negative Darstellungen gezeigt. Beim zweiten nur positive. Bei den negativen Bildern zeigten die Frauen eine stärkere und umfangreichere Aktivität im linken Thalamus. In diesem Bereich werden sensorische Informationen an die Schmerz- und Genuss-Zentren des Gehirns weitergegeben.

Männer in gefährlichen Situationen eher aktiv

Bei den Männern war die Aktivität in der linken Inselrinde größer. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Kontrolle von unfreiwilligen Reaktionen wie Atmung, Herzschlag und Verdauung. Grundsätzlich bringt Aktivität in diesem Bereich den Körper entweder dazu vor der Gefahr zu fliehen oder sich ihr direkt zu stellen. Laut Wissenschaftler Andrzej Urbanik könnten diese Ergebnisse ein Hinweis darauf sein, dass Männer in gefährlichen Situationen eher als Frauen aktiv werden.

Positive Reize in größerem sozialen Kontext

Wurden positive Bilder gezeigt, wiesen die Frauen eine stärkere Aktivität in dem Bereich des Gehirns auf, der mit dem Gedächtnis in Zusammenhang steht. Bei den Männern war die Aktivität in Bereichen größer, die mit der Verarbeitung visueller Eindrücke in Verbindung steht. Urbanik geht davon aus, dass Frauen positive Reize in einem größeren sozialen Kontext analysieren und positive Bilder mit einer bestimmten Erinnerung verbinden. Das Bild eines lächelnden Kleinkindes könnte laut BBC die Erinnerung an ein eigenes Kind in diesem Alter wecken. Umgekehrt neigen die männlichen Reaktionen dazu weniger emotional zu sein.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cm-uj.krakow.pl
http://www.rsna.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Nutzung digitaler Technologien in der industriellen Produktion führt zu Produktivitätsvorteilen
01.02.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

Booth and panel discussion – The Lindau Nobel Laureate Meetings at the AAAS 2017 Annual Meeting

13.02.2017 | Event News

Complex Loading versus Hidden Reserves

10.02.2017 | Event News

International Conference on Crystal Growth in Freiburg

09.02.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung