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Fränkische Mittelständler erkennen Handlungsbedarf

24.09.2008
Studie "Aktuelle Entwicklungen in der Unternehmensführung mittelständischer Unternehmen" wurde veröffentlicht

Mittelständische Unternehmen aus Mittel-, Ober- und Unterfranken sind sich der erhöhten Anforderungen bewusst, die aktuelle Entwicklungen an die Professionalisierung der Unternehmensführung stellen.

So lautet das zentrale Ergebnis einer von der Universität Bamberg geförderten Studie zum Thema "Aktuelle Entwicklungen in der Unternehmensführung mittelständischer Unternehmen" (Erhebungszeitraum April bis Juli 2008).

"Die befragten Mittelständler weisen noch immer eine starke Prägung durch ihre Eigentümer, vornehmlich Familien, auf. Das heißt aber nicht, dass, dass familiengeführte Unternehmen aktuelle Entwicklungen der Unternehmensführung weniger stark berücksichtigten als dies managergeführte Unternehmen tun", stellt Dipl.-Kfm. Patrick Ulrich, Co-Autor der Studie, fest.

In den Bereichen gute Unternehmensführung (Corporate Governance) und Controlling sähen die befragten Mittelständler akuten Handlungsbedarf, in deutlich geringerem Maße hingegen bei der Internationalisierung der Rechnungslegung, weiß Dipl.-Kfm. Björn Baltzer, Co-Autor der Studie.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Becker, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensführung & Controlling an der Universität Bamberg und Direktor des Deloitte.Mittelstandsinstituts, sieht die Studienergebnisse als Teil einer den Mittelstand betreffenden Professionalisierungsentwicklung: "Mittelständische Unternehmer haben erkannt, dass Unternehmensinteressen eine deutliche Priorität vor Familieninteressen eingeräumt werden muss.

Die Angleichung an gängige Standards der Unternehmensführung macht es somit auch für diese Unternehmen möglich, mit erfolgreichen Großunternehmen zu konkurrieren. Wer die Professionalisierung der Unternehmensführung aktiv vorantreibt, ohne den Charakter eines Unternehmens mit Familientradition zu verlieren, wird mit langfristiger und nachhaltiger Unternehmenswertsteigerung belohnt."

Der ausführliche Ergebnisbericht kann bei den Autoren per E-Mail als PDF-Datei angefordert werden.

Dr. Martin Beyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bamberg.de/ufc

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