Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fotos im Netz: Studie befasst sich mit Bewusstsein über Verwendung von Bildern

18.06.2013
Mangelnder Schutz der Privatsphäre ist vielen nicht bewusst

Ein Ausflug zum Stadtfest, die eine oder andere Runde Bier, jemand macht ein Foto der feuchtfröhlichen Gruppe und stellt es bei Facebook oder einer anderen Plattform ein.

Nach einer Studie der Distributed Computing & Security (DCSec) Research Group am Institut für Verteilte Systeme an der Leibniz Universität Hannover sind sich viele Menschen nicht bewusst, welche und wie viele Bilddokumente – insbesondere Fotos - von ihnen im Internet zu finden sind.

Dabei wünschen sich die meisten Menschen mehr Informationen über die Existenz solcher Bilder, erklärt M. Sc. Benjamin Henne, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der DCSec Group.

Neben privaten Nachrichten sind automatische Benachrichtigungen bei Facebook eines der wenigen Mittel, wie die Studienteilnehmer von Fotos erfahren. So haben Facebook-Markierungen auch eine positive Seite: Sie schaffen Bewusstsein über die markierten Fotos. Dies hilft jedoch nicht bei Fotos entfernt bekannter oder fremder Menschen. Die Studienergebnisse zeigen, dass diese Fotos als Bedrohung wahrgenommen werden und, dass die abgebildeten Personen sich nicht ausreichend informiert fühlen.

„Der Fokus zukünftiger Forschung und Entwicklung muss dementsprechend sein, Wege zu finden, um von Fotos zu erfahren, die andere im Web hochladen, während bisher vorwiegend der Schutz der eigenen Bilder im Mittelpunkt steht“, sagt Benjamin Henne.

So wird beispielsweise auf sozialen Netzwerken wie Facebook die eigene Privatsphäre selten nur durch die eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen bestimmt. Neben Fotos von Fremden spielen das Teil- und Markierverhalten sowie die Privatsphäre-Einstellungen von Freunden eine große Rolle: Beispielsweise bekommen bei Facebook häufig Apps, die von Freunden genutzt werden, Zugriff auf die eigenen Fotos. Eine mit ersten Zahlen belegte Vermutung der Forscher ist: Die Zahl der von Freunden geteilten Fotos, Markierungen und Kommentare und somit das miteinhergehende Bedrohungspotenzial werden häufig von den Nutzern unterschätzt.

Um die wahren Zahlen für Nutzer sichtbar zu machen und um einen Vergleich zwischen Vermutung und Wirklichkeit zu schaffen, haben die Forscher die Facebook-App „Foto-Privatsphäre-Statistik“ entwickelt, die nach einer Schätzung der eigenen Zahlen, die Zahl der Fotos von Freunden sowie Markierungen von Personen und Orten ermittelt und einem die wahren Zahlen zeigt. Oft sind diese überraschend hoch.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen M. Sc. Benjamin Henne, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Distributed Computing & Security Research Group der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 794366 oder per E-Mail unter henne@dcsec.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Referat für Kommunikation und Marketing
Leibniz Universität Hannover
Welfengarten 1
30167 Hannover
Tel.: 0511/762-5342
Fax: 0511/762-5391
mailto:info@pressestelle.uni-hannover.de

| Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de
http://www.dcsec.uni-hannover.de/awareness.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie