Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt Studieren ohne Abitur

28.06.2011
Wie die Neuregelung des Hochschulzugangs in NRW für beruflich Qualifizierte in die Praxis umgesetzt wird, haben Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum erforscht.

Ziel war es herauszufinden, welche Erwartungen Berufstätige ohne Abitur an ein Studium haben, an welchen Stellen Schwierigkeiten auftreten und wo es Handlungsbedarf gibt.

Die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM und die Arbeitsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der RUB erstellten in dem Begleitforschungsprojekt seit Juli 2010 eine exemplarische Analyse und präsentieren nun ihre Ergebnisse. Die Hans-Böckler- und die Otto Brenner Stiftung förderten das Projekt.

Transferworkshop mit Ministerin Schulze

Am Donnerstag, 14. Juli 2011 findet von 10 bis 17.30 Uhr im Technologiezentrum Ruhr (TZR) der Transferworkshop des Projektes statt. Die Bochumer Forscher diskutieren die gewonnenen Erkenntnisse mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und mit der interessierten Öffentlichkeit. An der Veranstaltung nehmen u. a. die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der Ministerialrat des Arbeitsministeriums NRW, Wolfgang Heiliger, teil. Die Anmeldung ist noch bis zum 1. Juli möglich (E-Mail: rub-igm@rub.de, Tel.: 0234/32-26899).

Fachkräftemangel und Durchlässigkeit des Bildungssystems

Der durch den demographischen Wandel drohende gesamtwirtschaftliche Fachkräftemangel macht sich in altindustriell geprägten Regionen wie dem Ruhrgebiet bereits bemerkbar – derzeit vor allem in Form von personellen Engpässen in bestimmten Berufen und Branchen. Unter dem Motto „Aufstieg durch Bildung“ soll die Fachkräfteentwicklung auch jenseits des traditionellen Hochschulzugangs verstärkt gefördert werden. Die Kultusministerkonferenz formulierte im März 2009 Mindeststandards für die entsprechende Umsetzung in den Ländern. Zum Wintersemester 2010/2011 ist die vom Landesministerium NRW erlassene Neuordnung des Zugangsverfahrens in Kraft getreten und hat damit die Regelung abgelöst, die die Ruhr-Universität Bochum seit 2005 praktizierte.

Ist-Situation und zukünftiger Handlungsbedarf

Ziel der Studie war, die Rahmenbedingungen für und die Anforderungen an ein erfolgreiches Studium für Berufstätige an der Ruhr-Universität Bochum zu ermitteln. In dem Projekt eruierten die Forscher zunächst die Ist-Situation an der RUB für beruflich Qualifizierte. Durch eine standardisierte Befragung wurde erhoben, wie Studien- und Unterstützungs-/Beratungsangebote genutzt und eingeschätzt werden. Mithilfe von Experten-Interviews aus den Bereichen Hochschule, Wirtschaft und Verbände konnten die Wissenschaftler erste Handlungsbedarfe ableiten, um den Weg ins Studium ohne traditionelle Hochschulzugangsberechtigung zu gestalten.

Weitere Informationen

Dr. Manfred Wannöffel, Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM,
Tel.: 0234/32-26899, E-Mail: manfred.wannoeffel@rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Berichte zu: Abitur Handlungsbedarf NRW Qualifiziert Ruhr-Universität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie