Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsprojekt zu Kinderwunsch bei Krebsdiagnose gestartet

17.12.2010
In der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig ist ein Forschungsprojekt gestartet, das bei jungen leukämiekranken Erwachsenen den Fragen nach Kinderwunsch und Fruchtbarkeit nachgeht. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt wird von der Deutschen José-Carreras-Leukämie-Stiftung gefördert und sucht noch Freiwillige, die von Ihren Erfahrungen berichten.

Im jungen Erwachsensenalter ist Krebs eher selten. Hämato-onkologische Erkrankungen wie Leukämie oder Lymphome betreffen jedoch auch junge Menschen. Die Patienten trifft die Diagnose in einer Lebensphase, in der die Verwirklichung des eigenen Kinderwunsches noch aussteht.

Angesichts der steigenden Überlebensrate rückt die Thematik Kinderwunsch und Erhalt der Fruchtbarkeit bei jungen Erwachsenen mit einer hämato-onkologischen Diagnose jetzt immer mehr in den Fokus der Wissenschaft.

Die angewandten medizinischen Behandlungen, vor allem die Chemotherapie, können zu einer Einschränkung der Fruchtbarkeit bzw. zur Unfruchtbarkeit führen. Um sich den Traum vom eigenen Kind noch erfüllen zu können, sind Schutzvorkehrungen unbedingt geboten, meist noch vor Beginn der eigentlichen Krebsbehandlungen. Folglich müsste sich der Patient bereits zum Zeitpunkt der Diagnose mit der Thematik Fruchtbarkeit und Kinderwunsch auseinandersetzen, was angesichts der drängenden Krebsproblematik nur allzu leicht in den Hintergrund rückt. Trotzdem gehört auch diese Aufklärung zu einer umfassenden Patienteninformation.

Bisher ist es aber noch nicht die Regel, dass Onkologen die drohende Unfruchtbarkeit bei jungen Krebskranken ansprechen. Auch fehlen wissenschaftliche Studien, welche die Arzt-Patienten-Kommunikation in diesem speziellen Fall untersuchen. Aus diesem Grund führt die Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie ein zweijähriges Forschungsprojekt durch, das von der Deutschen José Carreras-Leukämie-Stiftung e.V. mit einer Fördersumme von 120.900 Euro unterstützt wird. In einer Befragung sollen Stärken und Schwächen der Arzt-Patienten-Kommunikation aufgedeckt werden. Von Interesse sind vor allem der Gesprächsverlauf, die Zufriedenheit mit den Gesprächen und die daraus gezogenen Konsequenzen sowie die eigenen Motive für den Kinderwunsch.Die Ergebnisse sollen in eine Richtlinie für das Arzt-Patienten-Gespräch einfließen.

An der Studie teilnehmen können Frauen und Männer zwischen
18 und 45 Jahre mit einer hämato-onkologischen Erkrankung, die zum Zeitpunkt der Diagnose ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen hatten. Die Krebserkrankung sollte nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
Bitte wenden Sie sich an die psychoonkologischen
Studienbetreuerinnen:
Diana Richter M.A. und Dipl. Psychologin Kristina Geue
Telefon: 0341-97 15426/ 414, Mail :
diana.richter@medizin.uni-leipzig.de
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Elmar Brähler
Telefon: +49 341 97-18801
E-Mail: elmar.braehler@medizin.uni-leipzig.de

Susann Huster | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~medpsy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Evolutionsgeschichte der Wespen, Bienen und Ameisen erstmals entschlüsselt

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neurone am Rande der Katastrophe: Wie das Gehirn durch kritische Zustände effizient arbeitet

23.03.2017 | Seminare Workshops

Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen

23.03.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz