Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher untersuchen, was sich Mitarbeiter wünschen

11.06.2014

Studie der Universität zu Köln ermittelt, was deutsche Unternehmen für die Gesundheit und Bindungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter tun

Personaler sind längst einig: Unternehmen sind angesichts der epidemiographischen Entwicklung und des bereits bestehenden Fachkräftemangels gut beraten, die Gesundheit ihrer Belegschaft konsequent und systematisch zu fördern.

Doch welche gesundheitsfördernden Maßnahmen die Firmen hierzulande tatsächlich umsetzen, wie sich diese Maßnahmen auf die Bindungsbereitschaft der Mitarbeiter auswirken und was sich die Mitarbeiter selbst wünschen, untersuchen nun Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Dafür suchen sie nach Unternehmensmitarbeitern und -mitarbeiterinnen, die anonym im Internet befragt werden.

„Ziel der Studie ist es, möglichst viele Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmen - anonym im Internet - dazu zu befragen, ob sie sich an ihrem Arbeitsplatz gesundheitlich wohl fühlen oder ob sie den Eindruck haben, dass sie an ihrem Arbeitsplatz schädlichen körperlichen und/oder seelischen Belastungen ausgesetzt sind“, erklärt Untersuchungsleiter Professor Dr. Egon Stephan.

Analysiert werden soll auch, was die Mitarbeiter sich tatsächlich für ihren Arbeitsalltag wünschen und welche gesundheitsfördernden Maßnahmen bei Unternehmen wie Arbeitnehmern gleichermaßen gut ankommen.

Nach der Auswertung ist geplant, dass Experten neue Ansätze für die betriebliche Gesundheitsförderung entwickeln. „Diese Ansätze sollen dazu beitragen, die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit zu erhalten sowie die Bindungsbereitschaft der Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber zu erhöhen“, berichtet der Kölner Psychologieprofessor. Die Onlinebefragung dauert etwa fünf Minuten und ist im Internet vertraulich für alle deutschen ArbeitnehmerInnen möglich: www.ineko-cologne.com.

Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer eine individuelle Rückmeldung, um ihre betriebliche Situation mit der von anderen Teilnehmern vergleichen zu können. Die Anonymität bleibt jederzeit gewahrt. Die individuellen Ergebnisse können an eine selbst gewählte, nicht zuzuordnende Mailadresse gesendet werden.

Welche teuren Folgen es hat, wenn Unternehmen freie Stellen nicht durch Fachkräfte besetzen können, belegt eine aktuelle Erhebung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Allein dem deutschen Mittelstand entgingen demnach im vergangenen Jahr 31 Milliarden Umsatz. „Dieser gewaltige Betrag verdeutlicht, dass die Unternehmen gut beraten sind, gesundheitserhaltende und –fördernde Maßnahmen fest zu etablieren und auf diese Weise die Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber zu binden“, weiß Professor Dr. Egon Stephan, der sich eine große Stichprobe erhofft.

Internet: www.ineko-cologne.com

Kontakt: Prof. Dr. Egon Stephan,
Lehrstuhl Diagnostische Psychologie und Intervention
D-50891 Köln, Herbert Lewin Str.
Tel.: +49 (0) 221 – 470 24 13
Tel.: +49 (0) 221 - 534 10 69 - 0

Fax: +49 (0) 221 - 534 10 69 - 99
info@ineko-cologne.com

Gabriele Rutzen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften