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Fit und gesund am Arbeitsplatz – trotz Berufsstress

12.01.2012
Arbeitspsychologen der Universität Mannheim untersuchen in einer neuen Studie das „Gesundheitsklima“ in Unternehmen / Studienteilnehmer gesucht

Wer zu viel Fast-Food und Süßigkeiten isst, tut seinem Körper nichts Gutes. Obst, Gemüse und ausreichend Bewegung hingegen halten den Körper fit und gesund. Das weiß eigentlich fast jeder. Trotzdem sind viele Erkrankungen in unserer modernen Zeit nachweislich auf schlechte Ernährung und mangelhafte Bewegung zurückzuführen. Dabei finden es viele Menschen besonders am Arbeitsplatz schwierig, sich gesundheitsbewusst zu verhalten.

Doch wie kann man es trotz Berufsstress schaffen, sich auch während der Arbeitszeit gesund zu ernähren und körperlich fit zu halten? Und was können Unternehmen tun, um das gesundheitsbewusste Verhalten ihrer Mitarbeiter zu fördern? Diesen Fragen gehen die Arbeitspsychologen Professor Dr. Sabine Sonnentag und Dr. Alexander Pundt von der Uni Mannheim in der Studie „Gesundheit und Ernährung am Arbeitsplatz“ auf den Grund. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Für ihre Studie wollen die Mannheimer Wissenschaftler des Lehrstuhls für Arbeits-und Organisationspsychologie Mitarbeiter verschiedener Unternehmen befragen, um das dortige Gesundheitsklima zu ermitteln: Wie ist der Gesundheitszustand der Befragten? Wie bewerten sie die gesundheitsfördernden Maßnahmen in ihrem Unternehmen? Ist es in ihren Augen ein fürsorglicher und gesundheitsbewusster Arbeitgeber? „Damit wollen wir herausfinden, welche Aspekte eines solchen Gesundheitsklimas den Mitarbeitern helfen, besser mit Stress umzugehen und sich auch im Arbeitsalltag gesundheitsbewusst zu verhalten“, erklärt Dr. Alexander Pundt. „Denn nur wer gesund ist, kann auf lange Sicht engagiert bei der Arbeit sein.“

Die allgemeinen Studienergebnisse sowie eine betriebsspezifische Auswertung wollen die Forscher den Unternehmen zur Verfügung stellen. „Unsere Befragung liefert den Unternehmen somit wichtige Erkenntnisse darüber, wie sie das Engagement und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern können. Das wiederum ist die Basis für jedes erfolgreiche Gesundheitsmanagement“, sagt Professorin Sonnentag von der Uni Mannheim.

Gesundheitsmanagement steht bei vielen Unternehmen bereits auf dem Programm: Laut den Ergebnissen einer Umfrage der Initiative Gesundheit und Arbeit betreiben über ein Drittel der Unternehmen in Deutschland ein systematisches Gesundheitsmanagement – bei größeren Unternehmen ist es sogar fast die Hälfte. „Dort wo dies noch nicht der Fall ist, kann unsere Befragung den Ausgangspunkt für die Einführung gesundheitsförderlicher Maßnahmen bilden“, erklärt Dr. Alexander Pundt. „Die Unternehmen erfahren außerdem wie es um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter steht und welche Stellschrauben zur Verbesserung des Gesundheitsklimas im Unternehmen wirksam sein könnten.“

Die unternehmensbezogenen Auswertungen wollen die Mannheimer Arbeitspsychologen im Rahmen von Workshops oder Vorträgen in den jeweiligen Unternehmen präsentieren. Außerdem geben sie den dortigen Verantwortlichen die Chance, die Ergebnisse mit ihnen zu diskutieren. „Wir beschäftigen uns seit Jahren mit Fragen der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern im Sinne einer nachhaltigen Arbeitsgestaltung“, sagt Professorin Sonnentag. „Die Unternehmen möchten wir von diesem Wissen profitieren lassen.“ Nach einem Jahr wollen sie den Unternehmen eine weitere Befragung anbieten, um zu ermitteln, ob sich das Gesundheitsklima dort nach der ersten Analyse verbessert hat.

Für diese neue Studie suchen die Forscher noch Teilnehmer: Personaler, Betriebsräte oder Gesundheitsmanager können sich mit ihrem Unternehmen an den unten stehenden Kontakt wenden. Einzelne Mitarbeiter, die an der Befragung teilnehmen möchten, können sich anmelden unter: https://www.soscisurvey.de/mannheim_eatmotive

Kontakt:
Dr. Alexander Pundt
Lehrstuhl Psychologie I
Universität Mannheim
68131 Mannheim
Telefon: 0621 / 181-2116
E-Mail: alexander.pundt@uni-mannheim.de

Katja Bär | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mannheim.de

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