Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fingerfertigkeit unter der Lupe: Jacobs University sucht weitere Probanden für Studie zu Handgeschicklichkeit

21.05.2010
Die Geschicklichkeit der Hände kann durch biologische Veränderungen bereits ab einem Alter von 30 Jahren abnehmen. Die Gründe sind vielfältig: Zum einen ist durch eine Veränderung der Hautstruktur die Sensibilität in den Fingern verringert; zum anderen nimmt die Fähigkeit zur genauen Kraftdosierung ab.

Im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojektes an der Jacobs University steht die Bedeutung von Handgeschicklichkeit im Erwerbsleben. Ziel der Studie ist es, Strategien zu entwickeln, um die Anforderungen des Arbeitsplatzes optimal an die individuellen Fähigkeiten der Arbeitnehmer anpassen zu können.

Hierzu sucht das Forscherteam berufstätige Studienteilnehmer verschiedener Altersklassen. Berufstätige im Alter von 55 bis 65 Jahren sind als Studienteilnehmer besonders gefragt, aber auch Interessenten aus den Altersgruppen 18 bis 25 Jahre und 35 bis 45 Jahre sind eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Wichtig ist, dass die Berufe dieser Probandengruppen keine außerordentlich feinmotorischen Tätigkeiten erfordern. Auch sollten sie keine Hobbies ausüben, bei denen es auf filigrane Fingerfertigkeit ankommt.

Darüber hinaus ist das Forscherteam der Jacobs University auf der Suche nach Studienteilnehmern, deren Berufe explizit Handgeschicklichkeit erfordern, wie z.B. Optiker, Hörgeräteakustiker, Goldschmiede, Feinmechaniker etc. Das Alter der Probanden spielt hier eine untergeordnete Rolle.

Für alle Teilnehmer finden bis Mitte Juni drei Termine im Umfang von zwei Stunden statt. Hier werden Aufgaben zu Fingerkraft, Fingergeschicklichkeit und zur Wahrnehmung an den Fingern durchgeführt. An einem weiteren Termin gegen Ende des Jahres werden die Gehirnaktivitäten, die an der Kontrolle von Handbewegungen beteiligt sind, untersucht. Während die Versuchspersonen verschiedene Aufgaben zur Handgeschicklichkeit durchführen, erfassen Elektroden auf der Kopfhaut die elektrische Aktivität des Gehirns. Diese Methode der Elektroenzephalografie (EEG) ist aus der medizinischen Diagnostik bekannt und absolut schmerzfrei und ungefährlich. Abschließend soll mit den Probanden in einem Lernexperiment untersucht werden, inwiefern gezieltes Training die Handgeschicklichkeit verbessert.

***Alle Untersuchungen finden in Räumen auf dem Campus der Jacobs University Bremen statt. Als Aufwandsentschädigung erhalten die Probanden 8 Euro pro Stunde. Alle Termine werden individuell abgestimmt.***

Wenn Sie an der Studie teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte zwischen 9 und 17 Uhr bei: Anja Müller | 0421 200-4792

Dr. Kristin Beck | idw
Weitere Informationen:
http://www.jacobs-university.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie