Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fettsucht verdoppelt Multiple-Sklerose-Risiko

09.11.2009
Pubertät spielt wichtige Rolle bei Entstehung der Krankheit

Wer als Teenager an Fettsucht leidet, der ist als Erwachsener einem erhöhten Multiple-Sklerose-Risiko ausgesetzt. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Harvard School of Public Health. Eine Studie, die 238.000 Frauen 40 Jahre lang begleitete, ergab, dass jene, die mit 18 fettsüchtig waren, über ein doppelt so hohes Risiko verfügten, an Multipler Sklerose zu erkranken. Das Gewicht als Kind oder Erwachsener spielten laut der in Neurology veröffentlichten Ergebnisse jedoch keine Rolle.

Das Team um Kassandra Munger wertete die Daten von Krankenschwestern aus, die an einer groß angelegten Studie zu Ernährung, Lebensstil und Gesundheit teilnahmen. Innerhalb der Laufzeit wurde bei 593 Frauen Multiple Sklerose diagnostiziert. Die Wissenschaftler verglichen das Risiko einer Erkrankung mit dem BMI im Alter von 18 Jahren.

Rauchen und Sport beeinflussen erhöhtes MS-Risiko nicht

Die Teilnehmerinnen wurden auch gebeten ihr Gewicht mit Diagrammen im Alter von fünf, zehn und 20 Jahren darzustellen. Es zeigte sich, dass Frauen, die mit 18 Jahren einen BMI von 30 oder mehr hatten, über ein doppelt so hohes Risiko verfügten. Die Ergebnisse blieben gleich, auch als Faktoren wie Rauchen und Sport berücksichtigt wurden.

Frauen, die mit 20 mehr gewogen hatten, verfügten ebenfalls über ein fast doppelt so hohes MS-Risiko. Frühere Studien haben hohe Vitamin-D-Werte mit einem verringerten Risiko in Verbindung gebracht. Die Wissenschaftler betonen laut BBC, dass Fettsucht mit niedrigen Werten dieses Vitamins in Zusammenhang steht. Sie nehmen an, dass Fettgewebe Substanzen produziert, die das Immunsystem beeinflussen. Auch damit könnte eine Verbindung zu einer möglichen Erkrankung hergestellt sein.

Vergleich mit Vitamin-Werten gefordert

Weitere Studien sollten eine Bestätigung für diese Annahme bei Männern und Menschen verschiedener ethnischer Gruppen untersuchen und einen Vergleich mit den Vitamin-Werten herstellen. Munger betonte, dass viele Studien darauf hinwiesen, dass die Pubertät bei der Entstehung der Krankheit eine wichtige Rolle spielen könnte. Die aktuellen Forschungsergebnisse stimmten mit diesen Annahmen überein.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hsph.harvard.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie