Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Familienunternehmen: Neue Studie ergibt große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland

05.11.2014
  • Umsatz und Arbeitsplätze: Bedeutung im Osten deutlich kleiner als im Westen
  • Bundesweit wichtige Stütze für die Wirtschaft

Deutschlands Familienunternehmen sind eine wichtige Stütze für den Standort Deutschland - aber auch 25 Jahre nach dem Mauerfall bestehen noch große Unterschiede zwischen Ost und West. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Bank AG.

Die 4.445 größten Familienunternehmen in Deutschland erwirtschaften insgesamt rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes aller Unternehmen. In Ostdeutschland, wo rund 300 dieser Unternehmen ihren Sitz haben, liegt der Anteil am Gesamtumsatz jedoch nicht einmal halb so hoch (sieben Prozent). In Westdeutschland sind es 22 Prozent.

Die größten Familienunternehmer sind ein wichtiger Arbeitgeber: Ein Sechstel aller Beschäftigten in Deutschland ist in einem großen Familienunternehmen angestellt. Während in den ostdeutschen Familienunternehmen nur vier Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten, liegt der Anteil im Westen jedoch fünf Mal so hoch - bei 20 Prozent.

Auch bei der Unternehmensgröße offenbaren sich in der Studie von Deutsche Bank und BDI Strukturunterschiede: In ostdeutschen Familienunternehmen arbeiten im Schnitt rund 900 Mitarbeiter - sie sind damit deutlich kleiner als ihre Pendants in Westdeutschland, die durchschnittlich rund 1.600 Mitarbeiter beschäftigen.

"In allen ostdeutschen Bundesländern gibt es industrielle Kerne, die sich dynamisch entwickeln. Die Familienunternehmen in ganz Deutschland sind 25 Jahre nach dem Fall der Mauer für den internationalen Wettbewerb sehr gut gerüstet", sagte Wilhelm von Haller, Leiter Privat- und Firmenkunden Deutschland bei der Deutschen Bank AG.

In einer Kategorie haben die ostdeutschen Familienunternehmen die Nase vorn: Der Anteil der Industriebetriebe ist mit 42 Prozent deutlich höher als in Westdeutschland (31 Prozent). "Die Stärke der familiengeführten Industrie in Ostdeutschland ist ein gutes Zeichen für das weitere Zusammenwachsen von Ost und West. Ein hoher Anteil industrieller Familienunternehmen wird in Ostdeutschland Innovation und Wachstum fördern", sagte Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses.

Das IfM Bonn führt im Auftrag der Deutschen Bank und des Bundesverbands der Deutschen Industrie regelmäßig Studien über die größten Familienunternehmen in Deutschland durch. Das fünfte Kennzahlen-Update untersucht die volkswirtschaftliche Bedeutung der 4.445 Familienunternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Jahresumsatz anhand von Unternehmenskennzahlen der Jahre 2010 bis 2013.

Die Studie erhalten Sie im Internet unter folgendem Link: www.familienunternehmen.emnid.de

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Judith Völker, Presse und Öffentlichkeitsarbeit T: +49 30 2028-1449 J.Voelker@bdi.eu

Deutsche Bank AG

Claudio De Luca, Pressesprecher T: +49 30 3407-2686 Claudio.deluca@db.com

Institut für Mittelstandsforschung

Dr. Jutta Gröschl T: +49 228 7299-729 groeschl@ifm-bonn.org

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax: 030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu 

Presse und Öffentlichkeitsarbeit | presseportal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten