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Falsche 3D-Projektion ermüdet die Augen

22.07.2011
Darstellung bei Mobilgeräten besser hinter dem Bildschirm

Langes 3D-Schauen am Fernseher, Handy, Computer oder im Kino kann die Augen überfordern und Augenschmerzen bis Erschöpfung und sogar Kopfweh auslösen.

Was die Sehorgane bei stereoskopischen Inhalten so ermüden lässt, ist unter anderem deren nötige Anpassungsbewegung. Forscher der Universität Berkeley berichten im "Journal of Vision", dass die Folgen dieser Bewegungen vor allem mit der Größe des Ausgabegeräts und mit der Art der 3D-Darstellung zusammenhängen.

Distanz entscheidet

3D-Inhalte zwingen die Augen dazu, sich auf mehrere verschiedene Distanzen gleichzeitig einzustellen, erklärt Studienleiter Martin S. Banks. "Einerseits gibt es die Ebene des Schirms, von dem aus ja das Licht kommt, sowie auch jene der stereoskopischen Inhalte, die entweder davor oder dahinter sichtbar sind."

In der Augenmedizin nennt man die entsprechende Anpassung "akkommodative Vergenzen". Banks und sein Team überprüften nun bei 24 Erwachsenen, ob es einen Unterschied macht, in welche Richtung 3D-Inhalte projiziert werden.

Es kommt auf die Größe des Ausgabeschirms an, so das Ergebnis. Bei geringer Betrachtungsdistanz - was auf Mobilgeräte wie Handys, jedoch auch noch auf Computerbildschirme zutrifft - ist eine 3D-Darstellung vor dem Schirm ungemütlicher als hinter dem Schirm. Bei großer Distanz trifft das genaue Gegenteil zu - weshalb etwa 3D-Kinofilme ihre Inhalte besser hinter die Leinwand produzieren sollten, raten die Forscher.

Maß halten mit Smartphones

Egal ob 3D oder nicht, sollte man speziell bei kleinen Mobilgeräten aus Rücksicht auf die Augen eine lange Nutzung lieber meiden, raten Deutsche Krankenversicherer (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/20110511027 ). Smartphones werden oft zum Augenproblem, da das ständig bloß kurze Fokussieren auf den Touchscreen und die Blicksprünge die inneren Augenmuskeln anspannen und damit die Durchblutung sowie den Schwenk von Nah- auf Fernsicht verschlechtern.

Johannes Pernsteiner | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.berkeley.edu

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