Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warum fällt uns der Umgang mit Migranten so schwer?

15.06.2009
Psychologen der Universität Heidelberg suchen Teilnehmer für eine empirische Studie

Warum fällt uns der Umgang mit Migranten so schwer? Mit der Integration von Zuwanderern in Deutschland befassen sich Wissenschaftler am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg.

Im Mittelpunkt ihres Forschungsprojekts steht die Analyse von kognitiven Mechanismen, die Einfluss auf den Integrationsprozess in der Gesellschaft haben. Teil der empirischen Untersuchung ist eine Fragenbogenaktion: Gesucht werden dafür Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern, die bereit sind, zu ihrer Wahrnehmung von gesellschaftlichen Gruppen Auskunft zu geben.

"Seitdem über Deutschland als Einwanderungsland öffentlich diskutiert wird, hat sich die Suche nach Möglichkeiten zur besseren Integration von Zuwanderern intensiviert. Die interkulturelle Sensibilität ist zwar gestiegen, Konflikte existieren jedoch weiterhin", betont der Leiter der Studie, Dr. Matthias Blümke. Welche Rolle dabei Wissen, Wertung oder Gefühle spielen, ist Gegenstand der Heidelberger Forschungsarbeiten.

Der Sozialpsychologe: "Warum garantiert eine gute Absicht noch keine gelungene Integration? Welche automatischen und vermutlich unbewussten Prozesse sind dafür verantwortlich, dass sich Menschen eher mit Mitgliedern der eigenen Gruppe umgeben, anstatt Fremde in allen Situationen als gleichwertig zu akzeptieren?"

Die Studie basiert auf einem Experiment mit Fragebögen und der Messung der Reaktionszeiten. Erprobt wird dabei gleichzeitig ein neues Messverfahren: Damit soll überprüft werden, inwieweit sich anhand von Reaktionszeitdaten die kognitiven Prozesse der Teilnehmer analysieren lassen. Mitwirken können alle Einzelpersonen, die über einen Computer mit Internetanschluss und einen aktuellen Browser mit Java und Java-Script verfügen. Jeder Teilnehmer erhält unmittelbar im Anschluss an die Untersuchung eine vorläufige Auswertung der Computermessung. Wer sich bis zum 1. Juli 2009 an der Studie beteiligt, hat zusätzlich die Chance, einen Apple iPod nano oder einen von zehn Amazon-Gutscheinen im Wert von 25 Euro gewinnen.

Fragen zu der noch bis Ende Juli laufenden Untersuchung beantwortet Dr. Blümke telefonisch (06221/54-7362) oder per E-Mail

(matthias.bluemke@psychologie.uni-heidelberg.de).

Informationen im Internet unter:
http://knut.psi.uni-heidelberg.de/test
Allgemeine Rückfragen von Journalisten bitte an:
Universität Heidelberg
Kommunikation und Marketing
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
Irene Thewalt
Tel. 06221 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de
http://knut.psi.uni-heidelberg.de/test

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen