Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachkräftemangel trotz Wirtschaftskrise: Schon Berufseinsteiger erwarten Familienfreundlichkeit im Job

16.01.2009
Trotz Wirtschaftskrise herrscht weiterhin Fachkräftemangel. Traditionelle Bewerberkampagnen der Unternehmen bringen nicht mehr den gewünschten Erfolg. Ein massives Problem.

Karrierechancen allein haben als Argument ausgedient. Das belegt eine neue Studie der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK), die am 29. Januar 2009 (14 bis 18 Uhr) in München vorgestellt wird. Mit dabei: Knorr-Bremse, Accenture Deutschland, Allianz, fischerAppelt Kommunikation München, Pape Consulting und von boyen consulting corporate alignment.

Trotz Wirtschaftskrise herrscht insbesondere in der IT-Branche bei Ingenieuren und Naturwissenschaftlern weiterhin ein extremer Fachkräftemangel. Traditionelle Bewerberkampagnen der Unternehmen bringen nicht mehr den gewünschten Erfolg. Die Bewerberflut von einst bleibt aus. Ein massives Problem für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, das den Mittelstand besonders hart trifft.

Karrierechancen allein haben als Argument bei der Anwerbung künftiger Fach- und Führungskräfte ausgedient. Das belegt eine neue Studie der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK), die am 29. Januar 2009 (14 bis 18 Uhr) im Rahmen des Expertenpanels "Kein Kandidat in Sicht?

Perspektivenwechsel vom Unternehmen zum Kandidaten" in München vorgestellt wird. Bereits Absolventen haben dezidierte Ansprüche an die Familienverträglichkeit, die Unternehmenskultur und Mehrwerte ihrer Arbeit. Auch das soziale Engagement des potenziellen Arbeitgebers gewinnt an Bedeutung. Doch dieser Sinneswandel wird in der Kommunikation der meisten Bewerberkampagnen nicht berücksichtigt. Das zeigt die Gegenüberstellung der Ergebnisse einer umfangreichen Absolventenbefragung mit einer Analyse von rund 100 Bewerberkampagnen deutscher und internationaler Arbeitgeber für den Deutschen Markt zwischen Oktober 2007 und September 2008. Es handelt sich um eine der umfangreichsten Analysen zum Thema Employer Branding im deutschsprachigen Raum.

Prominent besetztes Expertenpanel

Die Studienergebnisse werden am 29. Januar 2009 an der MHMK erstmals öffentlich vorgestellt und mit Experten aus Dax-Unternehmen, Mittelstand und Beratungsunternehmen diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an Geschäftsführer, Personal- und Kommunikationsverantwortliche. Anmeldungen sind nur online möglich über www.keinkandidatinsicht.de.

Angelika Inglsperger, Head of Global Branding & Employer Acqusition der Allianz SE stellt am Beispiel der Aktuare vor, wie Allianz unter den neuen Bedingungen gezielt auf Expertensuche geht. Dr. Sonja Fink, Direktorin Marketung & Unternehmenskommunikation von Accenture Deutschland präsentiert die Grundlagen der renommierten Accentur-Kampagne. Gemeinsam mit den Personalberatern Reinhold Günter, Pape Consulting Group, und Uta von Boyen, von boyen consultiung, diskutieren sie unter der Moderation von Susanne Kamm, Geschäftsführerin fischerAppelt Kommunikation München GmbH, die Auswirkung der Studienergebnisse auf das Employer Branding.

Die Studie ist Teil des Forschungsprojekts "Zukunftsperspektiven des Employer Branding" der MHMK München unter Leitung von Prof. Dr. Lars Rademacher. Darin werden vorrangig durch Kombination einer Inhaltsanalyse von Arbeitgeberkampagnen mit repräsentativen Befragungen von Absolventen und Young Professionals zentralen Fragen zu diesem Sachverhalt auf den Grund gegangen: Wie spiegelt sich der gesellschaftliche Wandel der letzten Jahre in den Botschaften der Employer Branding Kampagnen wider? Stimmt die Erwartungshaltung der Hochschulabsolventen mit dem in Arbeitgeberkampagnen vermittelten Leistungsversprechen überein? Bewerten im Beruf stehende Young Professionals die Leistungsversprechen der Kampagnen als eingelöst?

Der Kampf um die Absolventen spitzt sich zu.

Bereits 2010 sind 58 Prozent aller Beschäftigten 40 Jahre alt und 2015 wird dem deutschen Markt ein Viertel weniger Arbeitskräfte zwischen 35 und 45 Jahren zur Verfügung stehen als noch im Jahre 2006. Gerade bei Ingenieuren und Naturwissenschaftlern behindert der Verteilungskampf der Arbeitgeber um die besten Absolventen Innovation und Wachstum in den Unternehmen. Dem stehen laut Umfrage der Employer Branding Akademie (DEBA) von 2006 ein großes Informationsdefizit gegenüber: 95 Prozent der Unternehmen sehen in Sachen Employer Branding einen akuten Informationsbedarf.

Anmeldung zum Expertenpanel und weitere Informationen unter www.keinkandidatinsicht.de

Ansprechpartner:

Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
Nadine Remus M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Gollierstr. 4, 80339 München
089.544 151-897
n.remus(at)macromedia.de

Jessica Schallock | idw
Weitere Informationen:
http://www.macromedia-hochschule.de
http://www.keinkandidatinsicht.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise