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Europaweite Befragung von Doktoranden gestartet

09.01.2009
Am 9. Dezember ging die erste europaweite Befragung von Doktoranden online. Etwa 100.000 Doktoranden in Europa sind aufgefordert, an der Studie teilzunehmen.

"Das derzeitige Wissen über die Situation von Doktoranden in Europa ist unbefriedigend und unzureichend", so beschreibt Harald Schomburg, Hochschulforscher am INCHER-Kassel, das Hauptmotiv für das Forschungsprojekt.

Eine vergleichbare länderübergreifende Untersuchung über Doktoranden ist bislang in dieser Art nicht durchgeführt worden. Schlüsselfragen, die u. a. durch die Europäische Charta für Forscher aufgeworfen werden, sind bisher unbeantwortet geblieben. Das sind:

- Wie ist die tatsächliche Situation von Doktoranden hinsichtlich vertrags-, arbeits- und sozialrechtlicher Bedingungen?

- Welches sind die vorherrschenden Unterschiede zwischen den Promotionsmodellen der europäischen Länder und Kulturen und was können wir voneinander lernen?

Diese Fragen hat nun EURODOC, der europäische Dachverband von Nachwuchswissenschaftlern, aufgegriffen und in Kooperation mit dem Internationalen Zentrum für Hochschulforschung (INCHER) der Universität Kassel die europaweite Befragung initiiert. "Sie wird Fragen mit fundierten Informationen unterlegen und eröffnet somit Chancen, auf dieser Basis unser Hauptziel zu erfüllen: Die Situation von Doktoranden nachhaltig zu verbessern", erklärt Karoline Holländer, die Präsidentin von EURODOC. "Wir laden alle Doktoranden ein, an der Befragung teilzunehmen, ihre Rechte zur aktiven Beteiligung am Bologna Prozess wahrzunehmen."

Max Reinhardt, Koordinator der Befragung, fügt hinzu: "Die Befragung deckt ein breites Spektrum an Fragen zu den aktuellen Bedingungen junger Forscher ab." Die Themen reichen dabei von Qualifikationsanforderungen, Karriere- und Finanzierungswegen, Weiterbildungs- und Betreuungsmodellen, Arbeitsbedingungen über zu erwartende und erreichte Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit und Mobilität.

Die Befragung wird insbesondere in den Ländern Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, der EJR Mazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Moldawien, in den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Schweden, in der Schweiz, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn und Weißrussland durchgeführt. Weitere europäische Länder sind ebenso willkommen, an der Befragung teilzunehmen.

Die Befragung ist unter www.thesis.de/survey/ abrufbar wird bis zum 30. April 2009 online geschaltet bleiben.

Ansprechpartner an der Universität Kassel: Harald Schomburg mail: schomburg@incher.uni-kassel.de

Ingrid Hildebrand | idw
Weitere Informationen:
http://www.thesis.de/survey/
http://www.uni-kassel.de

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