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Europa stellt auf digitales Geld und Mikrozahlungen bei Online-Verkäufen um

04.03.2013
Neue Funktionen wie prepaid, online-basierte, kontaktlose Lösungen beschleunigen Entwicklung so genannter Micropayment-Systeme

Der Europa-Markt für Mikrozahlungen und –produkte wird voraussichtlich rasant wachsen und befeuert die Umstellung auf das digitale Geld. Barzahlungen entwickeln sich derweil in der Region insgesamt rückläufig, obwohl diese weiterhin bevorzugtes Zahlungsmittel bleiben.

Eine festgelegte und vordefinierte Richtung des europäischen Marktes, verbunden mit optimierter Gebührenstruktur, verbessertem Risikomanagement sowie einer erweiterten Anwenderfreundlichkeit wird mit Sicherheit den Einsatz von vorausbezahlten bzw. prepaid, online-basierten und kontaktlosen Lösungen für Mikrobeträge steigern.

Laut einer neuen Studie von Frost & Sullivan (www.frost.com) zum Markt für Mikrozahlungen wird das Wachstum so genannter Micropayment-Lösungen durch den Einsatz von prepaid, kontaktlosen und mobilen Zahlungsmethoden angetrieben. Die Studie ergab, dass kontaktlose Kartenzahlungssysteme in Europa von 2011 bis 2017 voraussichtlich bei einer kumulierten jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 28,7 Prozent anwachsen werden. Aufgrund der massiven Einführung von Smartphones und der zunehmenden Durchdringung mit Tablets in Europa wird auch der mobile Handel (M-Commerce) zwischen 2011 und 2018 eine CAGR von 10,6 Prozent verzeichnen.

Die Umstellung auf digitales Geld bietet einen beträchtlichen Vorteil für Banken und Regierungen gleichermaßen. Denn in Europa sind die Kosten für den Barzahlungsverkehr hoch. Der Europäische Zahlungsverkehrsausschuss (EPC) arbeitet an Entwürfen zur Prozessverbesserung sowie der Verringerung der Gesamtkosten. "Die Prozesse für Produktion, Transport, Schutz und Zerstörung von Barmitteln sind komplex und teuer, und da sich nur 30 Prozent der produzierten Geldmittel tatsächlich im Umlauf befinden, wollen die Regierungen die nationalen Barmittelkosten verbessern", erläutert Frost & Sullivan IKT Global Program Director, Herr Jean-Noël Georges. "Die Wirtschaftskrise zwingt auch Regierungen dazu, Steuererfassungsverfahren zu straffen und Schattenmärkte zu bekämpfen, indem sie elektronisches Geld und damit verbundene Webdienste verwenden."

Die Abkehr vom Bargeldverkehr ist jedoch mit vielen Herausforderungen verbunden. Die Vorliebe für Barzahlung bei der älteren Generation, Probleme mit dem Geschäftsmodell, mangelnde Infrastruktur und fehlende klare Werbebotschaften haben das Marktwachstum kurzfristig zurückgeworfen.

Verbraucher haben unterschiedliche Grade der Bereitschaft gezeigt, kontaktlose Karten einzusetzen. Frost & Sullivan geht davon aus, dass eine Aufklärungskampagne für Kartennutzer und Händler, die stark auf die Sicherheitsmerkmale der kontaktlosen Technologien fokussiert ist, den Einsatz von kontaktlosen Karten – und möglicherweise auch von kontaktlosen, mobilen Zahlungssystemen – beliebter machen könnte.

Schon jetzt sieht die Zukunft für prepaid Wertkarten und prepaid mobile Lösungen zuversichtlicher aus. "Das Ersetzen von Bargeld durch elektronische Zahlungsmittel auf einem Stored-Value-Konto ist derzeit der beste Ansatz", erklärt Herr Georges. "Eine flexible Lösung, die die Ausstellung eines vorausbezahlten mobilen Zahlungskontos enthält, damit Kunden das Geld per Peer-to-Peer-Übertragung, Bareinzahlung oder Bankkarte aufladen und dann den vorausbezahlten Wert bei Händlern umsetzen können, wird den unbaren Zahlungsverkehr fördern."

Schließlich dürften auch Cloud-basierte mobile Zahlungen zum Ausbau des Micropayment-Marktes beitragen. "Cloud-basierte mobile Zahlungssysteme sind im Prinzip nur eine Erweiterung des traditionellen Online-Handels. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Lösung eine wichtige Rolle auf den Märkten für Instore- und Mikrozahlungen spielen wird, sobald die Cloud-basierten mobilen Zahlungssysteme ausgereift und bei Verbrauchern und Händlern angekommen sind," so Herr Georges abschliessend.

Die Erstellung von Marketing- und Werbeinstrumenten auf Zielgruppenbasis und das Angebot offensiver Prämien- und Rabattprogramme wird zudem die Nachfrage nach Micropayment-Systemen anspornen.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans aktueller Studie Opportunities in the Micropayments Market (9A68-67), wenden Sie sich bitte an Katja Feick, Corporate Communications, unter (katja.feick@frost.com) mit Ihren vollständigen Kontaktdetails.

Die Studie Opportunities in the Micropayments Market (9A68-67) ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms ICT Market Insights, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Cloud Computing in the European Banking Sector, ICT in European Financial Services: A CIO Perspective, ICT Market in European Banking Sector - Market Model, and European Payment Processing Platform Market. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile mehr als 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.
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Katja Feick | Frost & Sullivan
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