Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Richtlinien und nationale Gesetzgebung sorgen für Wachstumsimpulse im Europa-Markt für Abfall-Recycling

25.11.2010
Europa behält seine starke Position innerhalb des globalen Recyclingmarktes bei. Deutschland leistete und leistet diesbezüglich einen wesentlichen Beitrag aufgrund seiner technologischen Führungsposition und durch sein starkes Engagement bei der Handhabung von Umweltfragen wie der Abfallentsorgung durch aktive Gesetzgebung. Das Land ist sicher durch die Wirtschaftskrise gekommen, und auch die Recyclingwirtschaft der Region soll nun einen gehörigen Schub erhalten.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.environmental.frost.com), Strategic Opportunities in the European Waste Recycling Market, erwirtschaftete der europäische Markt für Abfallrecycling im Jahr 2009 Umsätze von 6,1 Milliarden US-Dollar, die bis zum Jahr 2016 auf 7,47 Milliarden ansteigen sollen.

„Recycling bleibt in der EU weiterhin ein Markt, der hauptsächlich durch gesetzliche Regelwerke angetrieben wird. Einige renommierte Länder gestalten das Abfallmanagement hierbei effizienter als durch gesetzliche Regelungen vorgeschrieben ist“, bemerkt Suchitra Padmanabhan, Programme Manager bei Frost & Sullivan. „Allgemein sind die wichtigsten Wachstumsmärkte wie Großbritannien und Südeuropa hingegen durch die Notwendigkeit, den EU-Richtlinien zu entsprechen, motiviert.“

Die Wirkung der durch den Rechtsrahmen der Europäischen Union angeregten Strategien und Gesetze, speziell durch die Abfallrichtlinie und die Richtlinie über Abfalldeponien, ist hauptverantwortlich für das Umschwenken von Deponielagerung auf Recycling. Die Richtlinien reglementieren die Abfallmenge, die auf Deponien endgelagert werden können, und fördern damit den Einsatz alternativer Methoden der Abfallentsorgung, wie Recycling und Wiederverwendung.

Als eine der wichtigsten Herausforderungen erweisen sich die gesetzlichen Abweichungen in den verschiedenen Regionen. Durch die Umsetzung der EU-Richtlinien in nationales Gesetz seitens der jeweiligen Mitgliedsländer entstehen erhebliche lokale und regionale Unterschiede innerhalb Europas.

„Dies zeigt sich sowohl im unterschiedlichen Erfolg bei der Umsetzung des Rechtsrahmens in den verschiedenen Staaten bisher als auch im Grad der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben“, fügt Padmanabhan hinzu. „Diese Unterschiede haben Unternehmen, die auf dem Markt für Abfallmanagement tätig sind, dazu gezwungen, gesetzgebende Maßnahmen und Veränderungen aufmerksam im Auge zu behalten und diese Vorschriften in ihrer Arbeit abzudecken.“

Zusätzlich hat das hohe Niveau an regionaler Diversifizierung den Markt für eine Reihe von lokalen Unternehmen geöffnet, die sich konkret auf Abfallentsorgung spezialisiert haben. Zugleich hat es aber auch große multinationale Konzerne dazu motiviert, in den individuellen Märkten lokal präsent zu sein, um diese umfassend abzudecken. Gesetzliche Unterschiede haben untermauert, wie wichtig es ist, ein Verständnis der örtlichen Sammel- und Entsorgungstechniken zu erwerben.

Eine lokale Basis ist also unabdinglich für diesen Markt, da die regionalen Unterschiede eine genaue Kenntnis der lokalen Dynamiken erfordern. Andererseits eröffnet sich durch eine lokales Standbein die Möglichkeit, ein Verständnis für die vor Ort im Abfallmanagement vorherrschenden Praktiken zu entwickeln.

„Abfallentsorgung bleibt grundsätzlich ein gebietsspezifisches Geschäft, was an der Vielzahl der lokalen Marktteilnehmer in Europa deutlich wird“, so Padmanabhan abschließend. „Multinationale Konzerne, die in Europa expandieren möchten, sollten sich daher dieses Weges bedienen, um Zugang zu lokalen Märkten in Europa zu erhalten.“

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans Studie Strategic Opportunities in the European Waste Recycling Market wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Die Informationen werden Ihnen nach Eingang der Kontaktdaten per E-Mail zugesendet.

Die Studie Strategic Opportunities in the European Waste Recycling Market ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Environment, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Global Biological Waste to Energy Plant Market, Opportunities in the Russian Waste Management Market, M&As in the European Waste Management Market und European Batteries Waste Recycling Market. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.

Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie:
Strategic Opportunities in the European Waste Recycling Market (M3BF)
Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen

25.04.2017 | HANNOVER MESSE

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Pharmacoscopy: Mikroskopie der nächsten Generation

25.04.2017 | Medizintechnik