Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Bericht zu Onlinesicherheit - Hauptakteure, Strategien und bewährte Praktiken

12.05.2010
ENISA (European Network and Information Security Agency), die EU-Agentur für IT Sicherheit stellt eine umfassende Studie vor: Die Staaten Europas sind in sehr unterschiedlichem Umfang auf Cyberkriminalität, Angriffe und Ausfälle des Internets vorbereitet.

Das ist ein Hauptergebnis der aktualisierten und erweiterten zweiten Ausgabe des 'Country Reports', der heute veröffentlicht wurde. Der Bericht liefert auf mehr als 750 Seiten einen umfassenden Überblick über den Stand der Network and Information Security [NIS] in 30 europäischen Ländern, wobei die Interessengruppen und Trends herausgestellt werden.

Ein Hauptergebnis der von Deloitte für ENISA durchgeführten Studie besteht darin, dass es in den untersuchten Europäischen Ländern keine besonderen Strukturen bei der nationalen NIS-Strategie gibt. Dennoch konnte festgestellt werden, dass viele Länder grosse Anstrengungen unternehmen, um auf diesem Gebiet Fortschritte zu erzielen. Die Mechanismen zum Austausch von Informationen und zur Kooperation zwischen den Hauptbeteiligten unterscheiden sich ebenfalls von Land zu Land. Erfolgreiche Fälle von NIS - in Bereichen wie Management sicherheitsrelevanter Vorkommnisse und deren Berichterstattung , Risikomanagement und neu auftretenden Risiken, Ausfallsicherheit des Netzwerkes, Datenschutz und Vertrauen und Sensibilisierungsmassnahmen - werden als eine Anregung für andere hervorgehoben.

Auf diese Weise bieten die Country Reports einen einzigartigen Überblick über den Stand der NIS in den 27 Mitgliedsländern der EU und den 3 EWR-Ländern [Island, Liechtenstein und Norwegen]. Jeder Bericht hebt die NIS-Strategie des jeweiligen Landes hervor, die regulatorischen Rahmenbedingungen und die wichtigsten politischen Massnahmen, die wichtigsten Ansprechgruppen und ihre Aufträge, Rolle und Verantwortungsbereiche. Die Berichte geben einen Überblick über die wichtigsten NIS-Massnahmen, das Zusammenspiel der Interessengruppen, die Mechanismen zum Austausch von Informationen, Kooperationsplattformen, landesspezifische Fakten, Trends, bewährte Praktiken und anregende Beispiele.

Die Country Reports werden von einem aktualisierten Who-is-Who-Verzeichnis des NIS [hyperlink] vervollständigt, welche als die "Gelben Seiten" des NIS in Europa fungieren. Sie enthalten Kontakte, Websites, Kurzbeschreibungen nationaler und europäischer Behörden, CERTs, im Bereich des NIS aktive private und akademische Organisationen sowie international und europaweit tätige Organisationen, die in dem Bereich aktiv sind.

Der Geschäftfuehrende Direktor Director der ENISA, Dr. Udo Helmbrecht dazu:

"In den Medien wird oft über die Verletzung der Informationssicherheit berichtet. Aber die Menschen, Organisationen und die Entscheidungsträger wissen oft nicht, wie sie Vorsorge treffen können oder wohin sie sich wenden sollen, wenn etwas schiefläuft. Die ENISA hat mit diesen Country Reports und dem Who-is-Who-Verzeichnis eine umfassende Arbeit bei der Bestandsaufnahme der Sicherheitssituation in Europa geleistet. Damit werden sie zu Schlüsselwerken für alle Entscheidungsträger in der EU.

Wir hoffen ferner, dass die Studie allen Bürgern und Organisationen in Europa dabei helfen wird, zu wissen, was sie im Falle von Problemen tun können."

Die aktualisierten Country Reports sind zugänglich über:

http://www.enisa.europa.eu/act/sr/country-reports

Das aktualisierte Who-is-Who-Verzeichnis zu der NIS-Ausgabe 2010 ist bald zugänglich über:

http://www.enisa.europa.eu/act/sr/nis-brokerage-1

Die massgebliche Ausgabe erscheint auf Englisch.

Ulf Bergstrom | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.enisa.europa.eu/act/sr/country-reports
http://www.enisa.europa.eu/act/sr/nis-brokerage-1

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie