Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Essstörungen online behandeln: RUB-Psychologinnen suchen Teilnehmerinnen für Studie

20.06.2011
Programm „ESS-KIMO“ verzeichnet erste Erfolge
RUB-Psychologinnen suchen Teilnehmerinnen für Studie zur Effizienz von ESS-KIMO

Erste Erfolge verzeichnet das Internetprogramm „ESS-KIMO“ für Frauen mit Essstörungen, das Psychologinnen der Ruhr-Universität entwickelt haben. Die Teilnehmerinnen berichteten nach Beendigung des Programms, dass sie Veränderungen in der großen Bedeutung von Essen und Schlankheit bemerkten.

Ebenso gaben sie an, sich klarer über Kosten und Nutzen Ihrer Essstörung geworden zu sein. „Insgesamt ist in der Bevölkerung eine große Nachfrage nach ESS-KIMO zu erkennen“, sagt Dr. Silja Vocks (Fakultät für Psychologie der RUB), die an der Entwicklung beteiligt war. „Wir haben die bisherigen Ergebnisse genutzt, um das Programm nochmals zu überarbeiten. Nun suchen wir neue Teilnehmerinnen, um die Effekte von ESS-KIMO in einer zweiten Erhebung weiter untersuchen zu können.“

RUB-Studie: Teilnehmerinnen gesucht

Die RUB-Psychologinnen Ruth von Brachel, Katrin Hötzel und Dr. Silja Vocks untersuchen die Effekte des Internetprogramms ESS-KIMO in einer wissenschaftlichen Studie. Interessierte Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, die an Magersucht oder Bulimie leiden sowie Frauen, die überlegen, ob Schlankheit oder Diät eine zu große Rolle in ihrem Leben spielen, können sich anmelden unter www.ess-kimo.ruhr-uni-bochum.de. Ob eine Teilnahme in Frage kommt, wird aufgrund der bei der Anmeldung gemachten Angaben entschieden. Wenn eine Frau zum Programm zugelassen wird, bedeutet das für sie, dass sie sich in sechs Online-Sitzungen intensiv mit ihrer Essstörung auseinandersetzen kann und eine individuelle Rückmeldung von Diplom-Psychologinnen bekommt. Für die wissenschaftliche Auswertung von ESS-KIMO ist es außerdem notwendig, dass die Teilnehmerinnen einige Fragebögen ausfüllen.

ESS-KIMO hilft eigene Wünsche zu klären

„Das Programm ist keine Psychotherapie, kann aber vor einer solchen helfen, die eigenen Wünsche zu klären“, so von Brachel. Die Online-Sitzungen unterstützen die Teilnehmerinnen dabei, sich über die Folgen ihres Essverhaltens und die Einstellung zu ihrem Körper klarer zu werden. Sie bieten auch Informationen und Übungen zu Problemen, die sich auf das Essverhalten beziehen. ESS-KIMO hilft etwa dabei, die positiven und negativen Seiten der Essstörung abzuwägen und zu ermitteln, ob und welche Therapie für die Teilnehmerinnen passend ist.

Anonym und kurze Wartezeit

ESS-KIMO bietet anonym und einfach Hilfe. Anders als bei einer klassischen Psychotherapie, für die die Wartezeit zwischen drei und zwölf Monaten beträgt, kann man am Online-Programm nach spätestens acht Wochen teilnehmen. „Die Betroffenen sind oft zwischen den negativen Aspekten ihrer Erkrankung wie Stimmungsschwankungen und dem vermeintlichen Nutzen wie Kontrollgefühl und Dünnsein hin- und hergerissen“, erklärt Hötzel. „Deshalb suchen sie oft keine Therapie auf. Viele schämen sich auch für die Erkrankung.“

Weitere Informationen

Dipl.-Psych. Ruth von Brachel, Dipl.-Psych. Katrin Hötzel & PD Dr. Silja Vocks, Fakultät für Psychologie, AE Klinische Psychologie und Psychotherapie der Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel.: 0234/32-27689
Ruth.vonBrachel@rub.de
Katrin.Hoetzel@rub.de
Silja.Vocks@rub.de
Angeklickt
ESS-KIMO-Programm:
http://www.ess-kimo.ruhr-uni-bochum.de
Redaktion: Dr. Julia Weiler

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ess-kimo.ruhr-uni-bochum.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

nachricht »Zweites Leben« für Smartphones und Tablets
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

20.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Digitale Medien für die Aus- und Weiterbildung: Schweißsimulator auf Hannover Messe live erleben

20.04.2018 | HANNOVER MESSE

Neurodegenerative Erkrankungen - Fatale Tröpfchen

20.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics