Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Embryos von Raucherinnen wachsen langsamer

05.07.2012
Mögliche Auswirkungen auf weitere Entwicklung derzeit unbekannt

Zeitrafferbilder haben sichtbar gemacht, dass sich Embryos rauchender Frauen langsamer entwickeln. Wissenschaftler des Nantes University Hospital haben dazu in regelmäßigen Abständen Bilder von einer Eizelle gemacht. Möglich wurde das durch die Durchführung der Studie in einer Klinik für künstliche Befruchtung.

Bilderserien zeigen Fortschritt

Das Team um Thomas Freour begann im Augenblick der Befruchtung und setzte die Bilderserien bis zu dem Augenblick fort, in dem die Eizelle der Mutter implantiert wurde. In allen Stadien der Entwicklung waren die Embryos der Raucherinnen einige Stunden langsamer. Freour bringt es aufgrund der Ergebnisse auf den Punkt: "Wenn Sie ein Kind wollen, hören Sie auf zu rauchen."

Es ist bekannt, dass Rauchen die Chancen auf eine Schwangerschaft verringert. Aus diesem Grund ersuchen auch manche Krankenhäuser Paare mit Kinderwunsch vor der Fruchtbarkeitsbehandlung damit aufzuhören. Da die Eizellen sich am Anfang im Labor entwickeln, hatten die Wissenschaftler die einzigartige Gelegenheit, Embryos bei ihrer Entwicklung zu filmen.

Lebenswandel entscheidend

Für die Studie wurden insgesamt 868 Embryos beobachtet. 139 stammten dabei von Raucherinnen. Die Embryos von Nichtraucherinnen erreichten das Stadium der Teilung in fünf Zellen nach 49 Stunden. Bei Raucherinnen dauerte das 50 Stunden. Acht Zellen erreichten die Embryos von Raucherinnen nach 62 Stunden. Bei Nichtraucherinnen war dieses Ausmaß der Zellteilung bereits nach 58 Stunden erreicht.

Laut Freour wachsen die Embryos von Raucherinnen langsamer und es gibt eine Verzögerung in ihrer Entwicklung. "Durchschnittlich handelt es sich dabei um zwei Stunden. Das ist von Bedeutung und war bisher völlig unbekannt." Diese Studienergebnisse sagen jedoch nichts darüber aus, welche Auswirkungen diese langsamere Entwicklung haben kann oder ob dadurch die Chancen auf ein Kind beeinflusst wurden."

Ein langsameres Wachstum könnte laut dem leitenden Wissenschaftler bedeuten, dass es zu einer falschen Entwicklung kommt und die Embryos in der Folge nicht implantierbar sind. Die Ergebnisse der Erhebung wurden auf einer Tagung der European Society for Human Reproduction and Embryology http://eshre.eu in Istanbul vorgestellt.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.chu-nantes.fr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie