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Elektrosmog verwirrt die Tierwelt

08.09.2008
Forscher führt Bienensterben auf Strahlungsfelder zurück

Laut einer Elektrosmog-Studie von Ulrich Warnke, Professor an der Universität Saarland, sind die Auswirkungen von Mobilfunkmasten, Wi-Fi-Systemen, Hochspannungsleitungen und ähnliche Quellen elektromagnetischer Strahlung auf die Tierwelt ernorm.

Warnke untersucht diese Problematik bereits seit dreißig Jahren und ist erneut zum Schluss gekommen, dass der Elektrosmog unter anderem zum Bienensterben wie auch zum Rückgang der Spatzenpopulationen geführt hat und die Migration von Zugvögeln stört. Die Betreiber von Mobilfunkunternehmen stehen diesen Erkenntnissen jedoch naturgemäß kritisch gegenüber. Das berichtet die Zeitung "The Independent".

In Warnkes Studie kommt er zu dem Schluss, dass "die nie zuvor dagewesene Dichte des Netzes aus künstlichen magnetischen, elektrischen und elektromagnetischen Feldern" das "natürliche Informationssystem", auf das sich viele Tiere verlassen, überlagere. Viele Tierarten verwenden das natürliche elektromagnetische Feld der Erde um sich zu orientieren, die Tageszeit zu bestimmen und das Herannahen von schlechtem Wetter zu spüren. Den starken Rückgang der Bienenpopulationen in den USA und in Europa führt er auf das künstliche elektromagnetische Feld zurück. Eine österreichische Studie zeigt, dass zwei Drittel der Imker, deren Kolonien sich nicht mehr als 300 Meter entfernt von Mobilfunkmasten befinden, einen unerklärlichen Rückgang ihrer Bienenkolonien zu verzeichnen haben.

Die britische Mobile Operators Association steht solchen Studien skeptisch gegenüber. Die Organisation vertritt alle britischen Mobilfunkanbieter und verweist auf eine US-amerikanische Forschergruppe, die auch Bienensterben in Gebieten ohne Mobilfunkmasten registriert hat. Warnke meint hingegen, dass Bienen, die nahe an Hochspannungsleitungen leben, sich gegenseitig und ihren Nachwuchs töten. Außerdem seien die Frequenzen von Mobiltelefonen dafür verantwortlich, dass Bienen ihre Orientierung verlieren und nicht mehr nach Hause finden.

Kristina Sam | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

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