Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elefantenkrankheit soll bis 2020 ausgerottet sein

09.10.2008
Weltweites Projekt gegen Elephantiasis auf direktem Erfolgskurs

Führende Experten sind zuversichtlich, dass eine schmerzhafte und entstellende Krankheit, die lymphatische Filariasis (LF), an der weltweit mehr als 100 Millionen Menschen leiden bis 2020 ausgelöscht werden kann.

LF oder Elephantiasis wird durch Wurmparasiten verursacht und führt zu einer grotesken Schwellung von Gliedmaßen, Brüsten und Genitalien. Eine von der Weltgesundheitsorganisation finanzierte Initiative hat seit dem Jahr 2000 rund 1,9 Milliarden Einzeldosen einer einfachen Medikamentenkombination zur Behandlung verteilt.

Pharmaunternehmen haben das Medikament kostenlos zur Verfügung gestellt, um die Finanzierung zu erleichtern. Der Erfolg dieses Programms wird in der aktuellen Ausgabe der Public Library of Science Neglected Tropical Diseases ausdrücklich betont.

Das von der Global Alliance to Eliminate Lymphatic Filariasis geleitete Projekt hat es bisher geschafft, sicherzustellen, dass schätzungsweise 6,6 Mio. Kinder nicht an Elephantiasis erkranken. Das weitere Fortschreiten der Krankheit konnte bei 9,5 Mio. Menschen verhindert werden. Laut BBC wird davon ausgegangen, dass es sich bei diesem Programm um das am schnellsten vorangetriebene in der Geschichte der medizinischen Versorgung durch öffentliche Stellen handelt. Projektleiter Mwele Malecela betont, dass das angestrebte Ziel bis 2020 erreichbar sei. "Wenn wir es geschafft haben, wird diese Initiative eine führende Fallstudie dafür sein, wie Programme zu Ausrottung von Krankheiten weltweit umgesetzt werden können."

In 83 Ländern der Erde ist die Krankheit endemisch. Das Programm hat bisher Behandlungsmöglichkeiten in 48 dieser Länder geschaffen und mehr als 570 Mio. Menschen mit Medikamenten versorgt. Die Aufgabe ist immens. Schätzungsweise ein Fünftel der Weltbevölkerung, rund 1,3 Mrd. Menschen, sind dem Risiko einer Erkrankung ausgesetzt. Die Behandlung besteht aus der Kombination von zwei Medikamenten, die von den Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline und Merck gespendet werden. Sie müssen fünf Jahre lang einmal jährlich verabreicht werden, um sicherzustellen, dass sich die Krankheit nicht ausbreiten kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Medikamente auch im Darm lebende Würmer angreifen. Rund 100 Mio. Kinder und Frauen wurden so ebenfalls behandelt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.filariasis.org

Weitere Berichte zu: Elefantenkrankheit Elephantiasis Filariasis Medikament

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE