Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einführung von Tablet-Computern eröffnet Home Automation Systemen neue Chancen

28.02.2011
Hausautomationssysteme, oder auch Home Automation Systeme, derart zu gestalten, dass sie einfach zu bedienen und zu installieren sind, ist seit langem eine der grundlegenden Herausforderungen für Hersteller.

Die Entwicklung von Systemsteuerungen, die mit einem breiten Spektrum von komplexen Funktionen ausgestattet sind, aber dennoch eine einfache und leicht erlernbare Steuerung ermöglichen, ist hierbei einer der wichtigsten Aspekte, um Erfolg auf dem Markt zu haben. Herstellern ist es in den letzten Jahren gelungen, diesbezüglich bedeutsame Fortschritte zu machen.

Hausautomationssysteme werden dadurch immer einfacher, sowohl im Hinblick auf ihre Nutzung als auch in der Installation. Dies treibt den Markt voran und bringt derartige Systeme der breiten Öffentlichkeit näher. Auch Fortschritte in der Technologie tragen zur Entwicklung innovativer und erschwinglicher Systeme bei, mit denen breitere Kundenschichten angesprochen werden können.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.buildingtechnologies.frost.com) erwirtschaftete der europäische Markt für Home Automation im letzten Jahr Umsätze von 164,3 Millionen Euro. Bis 2015 soll der Markt auf 228,8 Millionen Euro anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,1 Prozent entspräche.

„Im Bereich der Home Automation hat sich in den vergangenen Jahren vieles verändert. Besonders ausschlaggebend war die Einführung der Tablet-Computer, die erhebliche Auswirkungen auf den Markt für Hausautomation, und hierbei vor allem auf das Luxussegment, hat“, erläutert Hammam Ahmed, Research Analyst bei Frost & Sullivan. „Bisher hat der Markt befriedigend auf die neuen Entwicklungen geantwortet und versucht, aus den technologischen Fortschritten Nutzen ziehen, um Home Automation zu fördern und einem breiteren Kundenstamm zugänglich zu machen.”

Luxuriöse Home Automation Systeme und einfache Systeme unterscheiden sich hauptsächlich in der Benutzerschnittstelle. In der Vergangenheit haben Unternehmen für luxuriöse Hausautomatisierung enorme Ressourcen und Bemühungen im Bereich F&E für die Entwicklung von bedienungsfreundlichen Schnittstellen aufgebracht.

„Mit der Einführung der Tablet-Computer, in erster Linie durch Apple und in der Folge durch andere Marktteilnehmer, wird der Markt nun bald von Tablet-Computern überschwemmt werden, die als Schnittstelle zu billigen und leicht zu entwickelnden Anwendungen für die Hausautomation eingesetzt werden“, erklärt Ahmed. „Dies wird sich positiv auf den Markt für Hausautomation auswirken und dazu führen, dass Benutzerschnittstellen mit Touchscreen für ein neues Segment von Endnutzern erschwinglich werden.“

Hausautomationssysteme sind jedoch Lifestyle-Produkte, die von vielen Verbrauchern als nicht essentiell angesehen werden. Bauträger zögern außerdem noch häufig bei Investitionen in derartige Systeme, da sie vor zusätzlichen Kosten zurückschrecken, die unter Umständen vom Endnutzer nicht als Mehrwert empfunden werden.

Auch sind Home Automation Systeme nicht gerade preisgünstige Produkte. Die Preise enwickeln sich in letzter Zeit jedoch aus verschiedenen Gründen nach unten. Zum einen Teil liegt dies an der steigenden Konkurrenz zwischen Marktteilnehmern, aber auch am verstärktem Druck auf Hersteller, die Gewinnspannen in Zeiten der wirtschaftlichen Rezession zu verringern.

Den größten Einfluss auf die Preisentwicklung bei Hausautomationssystemen hat dennoch die Einführung von Tablet-Computern, die eine erhebliche Reduktion der Kosten des gesamten Systems versprechen, und zwar vor allem im Luxussegment des Marktes. Dadurch wird Hausautomation erschwinglicher, was in der Folge auch die Verkäufe im mittleren Produktsegment ankurbeln wird.

„Die Einführung der Tablet-Computer – und hierbei vor allem des iPad von Apple – hat enorme Auswirkungen auf das Luxussegment des Marktes” betont Ahmed. „Durch die Nutzung eines Tablets mit Touchscreen als Benutzerschnittstelle können bis zu 50 Prozent des Preises eines Systems eingespart werden. Die Hersteller von Home Automation Systemen sollten daher ihren F&E-Fokus von Hardware-Schnittstellen auf Softwareapplikationen verlagern und sich die neue Technologie zu eigen machen.“

Das Konzept der Kontrolle und Steuerung von vernetzter Haustechnik aus der Ferne setzt sich immer mehr durch und verändert damit die Art und Weise, wie Hausautomation definiert wird. Konkret weist dies in Richtung von mehr Geräten, die ans Internet angebunden sind, und schnelleren Breitbandanschlüssen.

„Die Hausautomation entwickelt sich weiter, um mit dem schnell voranschreitenden technologischen Fortschritt und den immer komplexeren und stärker vernetzten Lebensstilen Schritt halten zu können“, bemerkt Ahmed abschließend. „Die zunehmende Popularität von Smartphones und Tablet-Computern eröffnet interessante Chancen für die Hersteller von Hausautomationssystemen, um attraktive Benutzerschnittstellen auf den Markt zu bringen, ohne dafür teure Hardware-Schnittstellen zu entwickeln.“

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans Studie European Home Automation Markets wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Die Studie European Home Automation Markets ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Building Management Technologies, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: European Lighting Control Systems Market, Opportunities in European BIPV Market, Opportunities in the European Heat Pump Market und European Fire & Safety Market: Opportunities by Vertical Application Sector. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.
Seit über 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: European Home Automation Markets (M5E3)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen