Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jeder dritte Merger weist Schwächen in der strategischen und operativen Umsetzung auf

28.07.2011
Deutsche Unternehmen haben Defizite bei der Vorbereitung von Firmenzusammenschlüssen. Nur 64 Prozent der Fach- und Führungskräfte sind mit der Organisation jüngst abgeschlossener Merger-Projekte zufrieden.

Der Grund: Fusionen gehören für viele Manager nicht zum Tagesgeschäft. Daher fehlt Verantwortlichen häufig die Routine, um nach dem Eigentumsübertrag die nötige Integrationsarbeit im Target-Unternehmen leisten und die dafür notwendigen Ressourcen korrekt einschätzen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Potenzialanalyse Post Merger Integration" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

"Viele Unternehmen wollen von geplanten Synergie-Effekten profitieren, bevor die Integration abgeschlossen ist", sagt Jan Koppetsch, Experte für Post Merger Integration bei Steria Mummert Consulting. Damit steigt der Druck auf die Fach- und Führungskräfte, Firmenphilosophie, Abläufe und Technik möglichst schnell unter ein Dach zu bringen. "Vor allem Mitarbeiter in Schlüsselpositionen sind davon betroffen. Neben dem Tagesgeschäft müssen sie die neuen Anforderungen umsetzen und erreichen Auslastungen von bis zu 160 Prozent. Viele erfahrene Manager und Fachkräfte schauen sich daher vorzeitig nach neuen Herausforderungen um und fehlen deshalb in der wichtigen Post-Merger-Phase."

Darüber hinaus sieht jede zweite Fach- und Führungskraft bei der Steuerung der Projekte Verbesserungspotenziale. "Unternehmen, die vor einer Fusionsentscheidung stehen, sollten sich zuerst ein Bild über alle Ressourcen im eigenen Haus machen", so Koppetsch.

"Erfahrungsgemäß dauert ein Merger-Prozess bis zu zwei Jahre. In dieser Zeit müssen sich alle Beteiligten darauf verlassen können, dass die neu geschaffene Organisation den geschäftlichen Anforderungen entspricht und dass die benötigte Manpower für die zusätzlichen Aufgaben tatsächlich zur Verfügung steht."

Hintergrundinformationen
Für die Potenzialanalyse Post Merger Integration wurden 272 Fach- und Führungskräfte aus großen und mittelständischen Unternehmen mit M&A-,
Demerger- bzw. PMI-Erfahrung zum Thema "Post Merger Integration"
befragt. Ziel der Studie ist es herauszufinden, inwieweit die für die Unternehmen wichtigen Bereiche bei der Integration berücksichtigt worden sind, wo es Optimierungsbedarf gibt und wo somit die größten Herausforderungen einer Integration liegen.
Pressekontakt:
Steria Mummert Consulting
Birgit Eckmüller
Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
E-Mail: birgit.eckmueller@steria-mummert.de

Birgit Eckmüller | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften