Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dreckige Luft: Todesfalle für zwei Mio. Menschen

17.07.2013
Herz- und Lungenerkrankungen häufig vertreten - Asien stark betroffen

Weltweit sterben pro Jahr mehr als zwei Mio. Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung, wie die University of North Carolina ermittelt hat. Mit Hilfe von Klimamodellen berechnete das Team um Jason West, wie hoch die Luftverschmutzung in den Jahren 1850 und 2000 war. Ziel war eine Abschätzung der Auswirkungen auf die aktuellen Sterbezahlen.

Erschreckende Zahlen

Mit Ozon bringen die Wissenschaftler rund 470.000 Todesfälle pro Jahr in Zusammenhang. Feste Verbrennungsrückständen und Partikel, die in die Lunge eindringen können, stehen hinter 2,1 Mio. Todesfällen durch Herz- und Lungenerkrankungen, schreibt der NewScientist. Laut Frank Kelly vom King's College London http://kcl.ac.uk sind diese erschreckenden Zahlen so hoch, weil viele dieser Todesfälle in Asien eintreten. Dort sind die Bevölkerungszahlen hoch und die Luftverschmutzung hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Die Studie berücksichtigte auch die Auswirkungen des Klimawandels, der die Folgen der Luftverschmutzung auf verschiedene Art und Weise verstärken kann. Dazu gehört die Veränderung der atmosphärischen Feuchtigkeit, die die Reaktionszeit beeinflusst, in der sich Schadstoffe bilden und wie lange sie bestehen bleiben. Der Klimawandel konnte jedoch nur mit rund 3.700 Todesfällen durch die Luftverschmutzung in direkten Zusammenhang gebracht werden.

Berechnungen realistisch

Obwohl es in Zusammenhang mit Schätzungen immer einen Unsicherheitsfaktor gibt, lassen sich diese Ergebnisse mit jenen früherer Studien vergleichen. Laut Kelly unterscheiden sich die aktuellen Zahlen von 2,1 Mio. nicht sehr von jenen, die im vergangenen Jahr von der Weltgesundheitsorganisation http://who.int veröffentlicht wurden. Damit liegt laut dem Wissenschaftler nahe, dass die Berechnungen durchaus realistisch sind.

Kelly zufolge ist damit zu rechnen, dass frühzeitige Todesfälle durch die schlechte Qualität der Luft zu der größten Herausforderung im Bereich Umwelt werden. Es sei sogar zu erwarten, dass die Luftverschmutzung größere Auswirkungen auf die Umwelt haben wird als Wasserverschmutzung und Entsorgungsprobleme. Details der Untersuchung wurden im Fachmagazin Environmental Research Letters http://iopscience.iop.org/1748-9326/ veröffentlicht.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.unc.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics