Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DIW-Studie: Absolventen ostdeutscher Hochschulen zufriedener

25.01.2012
Die Hochschulen im Osten und Westen Deutschlands liegen gleichauf, wenn es um Studienbedingungen, Betreuung, Ausstattung und Berufsvorbereitung geht.

Allerdings sind Absolventen in den ostdeutschen Bundesländern mit ihren Hochschulen etwas zufriedener und würden diese auch häufiger wieder besuchen als die Absolventen westdeutscher Hochschulen. Das zeigt eine Studie, die DIW econ im Auftrag der Hochschulinitiative Neue Bundesländer durchgeführt hat. Ein Ergebnis ist aber auch, dass die ostdeutschen Hochschulen sich noch intensiver als bisher mit der Wirtschaft vernetzen müssen.

Berlin, 25. Januar 2012 – Im Osten studieren, genauso gut betreut werden und über die gleichen Karrierechancen verfügen wie die Kommilitonen im Westen? Viele Abiturienten aus den neuen Bundesländern können sich das bisher nur schwer vorstellen. Eine bundesweite Befragung entkräftet diese Vorurteile: Sowohl Absolventen als auch Personaler haben im Rahmen der Studie die Qualität der ost- und westdeutschen Hochschulen als annähernd gleich eingeschätzt.

Etwas größere Zufriedenheit herrscht bei den Hochschul-Absolventen in den neuen Bundesländern. Dafür sorgen insbesondere die Aktualität der Studieninhalte, die gute Betreuung sowie die moderne Ausstattung und Infrastruktur. 87 Prozent der Absolventen würden daher noch einmal an ihrer ostdeutschen Hochschule studieren. Im Westen sprachen sich mit 82 Prozent etwas weniger Absolventen dafür aus, sich ein zweites Mal an ihrer Hochschule einzuschreiben.

Bei den Berufsaussichten herrscht Chancengleichheit: Ob der Abschluss im Westen oder Osten gemacht wurde, spielt aus Sicht der Personaler keine Rolle. Sie schauen bei der Einstellung von Bewerbern vor allem auf fachliche und soziale Kompetenzen. Die Qualität der Hochschulen in Ost und West wird von den Personalern als etwa gleich gut bewertet.

Die Ausstattung der Ost-Hochschulen wurde jedoch von 28 Prozent der Befragten geringfügig besser eingeschätzt als die der West-Hochschulen und zwar auch von Personalverantwortlichen westdeutscher Unternehmen. Auch die Qualität des Lehrpersonals im Osten stufen 8 Prozent der Befragten etwas besser ein. Mit 63 Prozent ist zudem die Mehrheit der befragten Personaler der Meinung, dass sich die Hochschulen der neuen Bundesländer in den letzten zehn Jahren insgesamt verbessert haben.

Unterschiede zwischen Ost und West zeigen sich beim Übergang ins Berufsleben: Absolventen in Ostdeutschland steigen häufiger durch eine formale Bewerbung in den Beruf ein als Absolventen im Westen, und sie benötigen im Schnitt etwa zwei Monate länger für den Berufseinstieg. Zudem wird in Ostdeutschland generell weniger verdient – dies gilt auch für die befragten Absolventen der ostdeutschen Hochschulen, die nach dem Abschluss zu 75 Prozent in Ostdeutschland bleiben. In Westdeutschland ist der unmittelbare Übergang von der Hochschule ins Arbeitsleben dagegen häufiger – beispielsweise aus einer Tätigkeit während des Studiums heraus. Dies kann ein Zeichen für die bessere Vernetzung von Wirtschaft und Hochschullandschaft in den alten Bundesländern sein.

Aufgrund der spezifischen Situation der ostdeutschen Arbeitsmärkte müssen die Hochschulen hier in besonderer Weise Netzwerke entwickeln und pflegen. Die Befragung zeigt, dass die ostdeutschen Hochschulen bereits auf einem guten Weg sind: Die Personaler bewerten Career Services und Unternehmenskooperationen in den alten und neuen Bundesländern als qualitativ gleichwertig. Für den Ausbau solcher Netzwerke in Ostdeutschland engagiert sich auch die Hochschulinitiative Neue Bundesländer: Im Rahmen des Wettbewerbs „Karrierewege – kennen, eröffnen, kommunizieren“ können die ostdeutschen Hochschulen insgesamt eine Million Euro an Preisgeldern für innovative Projekte zur Karriereförderung ihrer Absolventen gewinnen. Die Preisträger werden am 1. Februar 2012 bekanntgegeben.

Mehr zur Studie sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie finden Sie zum Download unter:
http://studieren-in-fernost.de/de/hintergrund/pressebereich/pressemitteilungen-kampagne/pm-120125.html

Mehr zum Wettbewerb finden Sie unter:
http://www.studieren-in-fernost.de/de/hintergrund/hochschulwettbewerbe/hochschulwettbewerb2012.html

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Redaktionsbüro Hochschulinitiative Neue Bundesländer
Katrin Kuhn
Litfaß-Platz 1
10178 Berlin

Tel.: 030/70 01 86 850
Fax: 030/70 01 86 297
E-Mail: presse@hochschulinitiative.de

www.facebook.com/StudierenInFernost
http://twitter.com/fernost

Katrin Kuhn | idw
Weitere Informationen:
http://www.hochschulinitiative.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Feinstaub weckt schlafende Viren in der Lunge

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Energieeffizienter Gebäudebetrieb: Monitoring-Plattform MONDAS identifiziert Einsparpotenzial

16.01.2017 | Messenachrichten

Nervenkrankheit ALS: Mehr als nur ein Motor-Problem im Gehirn?

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie