Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DIPF erstellt Studie zum KfW-Studienkredit

23.05.2011
Kernergebnis: Der Kredit macht Studieren möglich

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) hat im Auftrag der KfW Bankengruppe den KfW-Studienkredit evaluiert. Dazu wurden rund 4.500 Kreditnehmer befragt. Der 2006 eingeführte Studienkredit dient der Finanzierung der Lebenshaltungskosten während eines Hochschulstudiums und soll allen qualifizierten Schulabgängern das Studium unabhängig von der wirtschaftlichen Situation der Eltern ermöglichen.

Die Studie wird heute im Rahmen der Fachtagung „KfW-Studienkredit: 5 Jahre nachhaltige Finanzierung der Wissensgesellschaft“ in Berlin vorgestellt.

Die Befragung hat gezeigt: „Der KfW-Studienkredit leistet einen bedeutenden Beitrag zur privaten Studienfinanzierung“, wie Dr. Alexandra Schwarz, Wissenschaftlerin am DIPF, erläutert. So gaben 86 Prozent der Studienteilnehmer an, ohne den Kredit überhaupt nicht studieren zu können. Zudem erreicht das Angebot die angestrebten Zielgruppen. Der Kredit wird vor allem von unteren und mittleren Herkunftsgruppen in Anspruch genommen. Dagegen sind unter den Kreditnehmern wesentlich seltener Studierende mit hohem sozio-ökonomischen Status vertreten als unter allen Studierenden (Anteil an den Kreditnehmern: 26 Prozent, Anteil an allen Studierenden in Deutschland: 35 Prozent).

Weitere wichtige Ergebnisse: Die Kreditnehmer arbeiten weniger neben dem Studium und haben daher mehr Zeit zum Studieren zur Verfügung. Außerdem beziehen sie deutlich seltener und in geringerem Ausmaß finanzielle Unterstützung von Ihren Eltern. So erhalten nur 57 Prozent der Kreditnehmer einen solchen Beitrag ihrer Eltern, der bei durchschnittlich 273 Euro im Monat liegt. Zum Vergleich: Bei der Gesamtheit aller Studierenden werden 87 Prozent von Ihren Eltern mit monatlich 445 Euro unterstützt.

Die gesamte Studie steht online zum Download bereit:
http://www.kfw.de/research
Weitere Informationen:
Studie: Dr. Alexandra Schwarz, DIPF, Tel. +49 (0) 69 / 24708-307, a.schwarz@dipf.de

Presse-Kontakt: Philip Stirm, DIPF, Tel. +49 (0) 69 / 24708-123, stirm@dipf.de

Das DIPF gehört mit zurzeit 85 weiteren Forschungsinstituten und Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie vier assoziierten Mitgliedern zur Leibniz-Gemeinschaft. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de.

Philip Stirm | idw
Weitere Informationen:
http://www.dipf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie