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Diabetiker: Hohes Risiko für Lebererkrankungen

31.03.2011
Unzureichende Kontrolle des Blutzuckers verantwortlich

Diabetiker sterben um 70 Prozent eher an einer Leberkrankheit als andere Menschen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Edinburgh gekommen. Er war bereits bekannt, dass Diabetes das Risiko für ein Leberleiden stark erhöht. Verantwortlich dafür ist eine unzureichende Kontrolle des Blutzuckers. Die Folge kann eine Narbenbildung, eine so genannte Zirrhose oder Krebs sein.

Das Team um Sarah Wild verglich die Daten von Personen zwischen 35 und 84 Jahren. Untersucht wurde ein Zeitraum von sechs Jahren, der bis 2007 dauerte. Den Krankenakten von 1.267 Diabetikern, die alle an einer Lebererkrankung starben, wurden jene von 10.000 Menschen gegenüber gestellt, die nicht an dieser Krankheit litten. Die Ergebnisse zeigten, dass einer von vier Diabetikern, also 24 Prozent, an einem Leberkrebs starb. Bei der zweiten Gruppe war es einer von neun Teilnehmern.

Wenig Alkohol empfohlen

Mehr Menschen ohne Diabetes starben jedoch an einer alkoholischen Leberkrankheit. Hier standen 63 Prozent 38 Prozent bei der Diabetiker-Gruppe gegenüber. Diabetikern wird, aufgrund der möglichen Auswirkungen auf die Blutzuckerwerte und des Risikos einer Gewichtszunahme, empfohlen nicht zu viel Alkohol zu trinken.

Wild erklärte laut BBC, dass nichtalkoholische Fettleberhepatitis immer häufiger auftritt, vor allem bei Menschen mit Diabetes. Der Hauptrisikofaktor ist Übergewicht, das auch das Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken deutlich erhöht. Die nichtalkoholische Fettleberhepatitis erhöht auch das Risiko einer Zirrhose, die ihrerseits wieder das Leberkrebsrisiko erhöht.

Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko verringern. Sehr wichtig ist laut der Wissenschaftlerin auch die Prävention, da die Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Die Ergebnisse der Studie werden auf der derzeit stattfindenden Diabetes UK Annual Professional Conference http://www.diabetes.org.uk/Annual-Professional-Conference-2011 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Iain Frame von Diabetes UK http://www.diabetes.org.uk betonte, dass es jetzt notwendig sei, näher zu erforschen, wie Diabetes die Leber beeinflusst und welche neuen Verfahren es in der Prävention geben kann.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.ed.ac.uk

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