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Deutschland spitze in Elektromobiltät - China holt auf

08.11.2010
Ingenieur-Lücke trifft Hightech-Industrie hart / Schavan und Brüderle eröffnen VDE-Kongress in Leipzig

Deutschland wird zum Leitmarkt und Technologieführer für E-Mobility. Davon sind sieben von zehn Mitgliedsunternehmen des VDE überzeugt. Neun von zehn Unternehmen der Elektro- und IT-Branche sehen dadurch die Nachfrage nach Elektroingenieuren weiter steigen.

Nahezu ebenso viele befürchten, sie nicht mehr decken zu können. 80 Prozent der Bundesbürger glauben, dass deutsche Unternehmen mit Elektroautos ähnliche Erfolge erzielen können wie mit konventionellen Fahrzeugen, 64 Prozent würden sich ein Elektroauto kaufen. Sie erwarten jedoch weitere Verbesserungen bei Reichweite (69 Prozent), Anschaffungskosten (53 Prozent) sowie Ladezeiten der Akkus (51 Prozent). Dies sind Ergebnisse der VDE-Studie "E-Mobility 2020", die anlässlich des VDE-Kongresses heute in Leipzig vorgestellt wurde.

Noch ist Deutschland führend in der Elektro- und Automobiltechnik, dennoch haben neue Marktteilnehmer wie China bereits beachtliche Erfolge erzielt, so VDE-Präsident Dr.-Ing. Joachim Schneider zum Kongressauftakt. Nach Meinung der Mitgliedsunternehmen liegen die Potentiale der Elektromobilität vor allem in der Technologieführerschaft (71 Prozent) und der Stärkung des Wirtschaftsstandortes (69 Prozent). Ein Schlüssel für die Markteinführung, Akzeptanz und Sicherheit sind dabei international einheitliche Standards. Für 69 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen besteht derzeit der größte Normungsbedarf bei der Ladeinfrastruktur.

Der Verband hat dazu den weltweit ersten Standard für Ladestecker von E-Autos verabschiedet und in die internationalen Organisationen eingebracht.

Der E-Mobility-Gipfel des VDE führt vom 8. bis 9. November rund 1.500 Entscheidungsträger aus der Elektro-, IT- und Automobilindustrie sowie aus Politik und Wissenschaft in Leipzig zusammen. Keynote-Speaker sind u.a. Forschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, VDA-Präsident Matthias Wissmann, Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach, Mitglied des Vorstands der E.ON AG, und VDE-Präsident Dr.-Ing. Joachim Schneider.

Über die Studie:

In der VDE-Studie "E-Mobility: Technologien - Infrastruktur - Märkte" geben VDE-Mitgliedsunternehmen und Hochschulen ihre Einschätzungen zu der aktuellen Technologieposition Deutschlands sowie zu Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität für den Standort ab. Darüber hinaus wurden 1.000 Verbraucher repräsentativ zur Akzeptanz der E-Mobility befragt. Außerdem sind in die Studie aktuelle Forschungsergebnisse zur Zukunft des Elektrofahrzeugs eingeflossen. Sie zeigt die Chancen des Technologiestandortes Deutschland und der beteiligten Industrien, aber auch die Problemfelder und Herausforderungen, die mit dem Systemwechsel einhergehen. Die Studie kann für 250 Euro im InfoCenter unter www.vde.com bestellt werden. Für VDE-Mitglieder und Journalisten ist sie kostenlos.

Über den VDE:

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) ist mit 35.000 Mitgliedern (davon 1.300 Unternehmen, 8.000 Studierende, 4.000 Young Professionals) und 1.000 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach.

VDE-Tätigkeitsfelder sind der Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung der Schlüsseltechnologien Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik und ihrer Anwendungen. Die Sicherheit in der Elektrotechnik, die Erarbeitung anerkannter Regeln der Technik als nationale und internationale Normen, Prüfung und Zertifizierung von Geräten und Systemen sind weitere Schwerpunkte.

Das VDE-Zeichen, das 63 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Die Technologiegebiete des VDE: Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik, Mikroelektronik, Mikro- und Nanotechnik sowie Automation.

Melanie Mora | VDE
Weitere Informationen:
http://wwww.vde.com

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