Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche warten auf Elektro-Golf - Breite Akzeptanz für Elektroautos in Deutschland

19.10.2010
- Meinungsumfrage vom September 2010 mit 1.000 Teilnehmern
- 54 Prozent würden Elektroauto kaufen

Die Einführung von Elektroautos findet in Deutschland breite Akzeptanz: Für 54 Prozent der Menschen in Deutschland kommt der Kauf eines Elektroautos in den nächsten fünf Jahren in Frage. Dabei haben sie auch eine klare Vorstellung, von welchem Hersteller sie ein Elektroauto kaufen würden:

Befragt nach der Markenpräferenz nennen knapp 25 Prozent Volkswagen, gefolgt von Toyota (15 %), BMW, Mercedes und Opel (je 8,1 %). "Die Entwicklung von Elektromobilität wird von den Deutschen positiv gesehen. Aber viele warten noch auf den Elektro-Golf", fasst Dr. Thomas Aubel, Executive Vice President Mobility von TÜV Rheinland, die Ergebnisse zusammen.

Als positive Aspekte von Elektroautos sehen in der repräsentativen Bevölkerungsbefragung von TÜV Rheinland über 36 Prozent allgemein den Umweltschutz, 26 Prozent die Unabhängigkeit von der Ressource Öl sowie 22 Prozent geringe Betriebskosten. Als Einschränkung bei der täglichen Nutzung von Elektroautos sehen derzeit 36 Prozent eine lange Ladedauer der Batterien, 29 Prozent die begrenzte Reichweite sowie 17 Prozent eine limitierte Höchstgeschwindigkeit von maximal 120 km/h.

Die Ergebnisse der Studie, die bundesweit im September 2010 mit 1.000 Studienteilnehmern durchgeführt wurde, zeigen somit konkret, wo Handlungsbedarf besteht, um Elektroautos im Markt zu etablieren. Neben den genannten technischen Fragen und Komfortaspekten ist dies auch der Kostenfaktor. So glauben vier von fünf Befragten nicht daran, dass die Menschen in Deutschland bereit sind, aus Umweltgründen einen höheren Preis für ein Elektroauto zu zahlen.

Entsprechend halten drei Viertel der Befragten eine finanzielle Förderung von Elektroautos bei der Markteinführung für sinnvoll.

Die Fachleute der Innovations- und Marktforschung von TÜV Rheinland haben in der repräsentativen Marktstudie erstmals auch danach gefragt, welche Autohersteller mit Elektromobilität in Verbindung gebracht werden. Hierbei wird Toyota mit 17,9 Prozent der Nennungen an erster Stelle angeführt. Es folgen Volkswagen mit 10,1 Prozent der Nennungen sowie Mercedes (9,9 %), BMW (8,2 %) und Opel (7,1 %). "Toyota hat einen Imagevorsprung durch über zehn Jahren Erfahrung mit Hybridfahrzeugen im Markt", so Dr. Thomas Aubel.

Die Fachleute von TÜV Rheinland haben bei Fahrern, die sich den Kauf eines Elektroautos in den kommenden Jahren vorstellen können, auch gefragt, ob sie eine Nutzung als Erst- oder Zweitwagen in Erwägung ziehen. Bei den Fahrern von Mini- oder Kleinwagen können sich jeweils über 20 Prozent eine Nutzung als Erstwagen vorstellen, weitere 22,5 Prozent (Mini-Wagen-Fahrer) beziehungsweise 16,7 Prozent (Kleinwagenfahrer) als Erst- oder Zweitwagen. Am höchsten ist die Bereitschaft zum Kauf eines Elektroautos bei Fahrern der oberen Mittel- und Oberklasse: 62,4 Prozent dieser Gruppe können sich den Kauf eines Elektroautos vorstellen, allerdings fast ausschließlich als Zweitwagen. Auch dies erscheint plausibel, da für diese Gruppe der Anschaffungspreis vielfach eine untergeordnete Rolle spielt.

Die Frage nach der Kaufbereitschaft von Elektroautos zeigt auch Unterschiede zwischen verschiedenen Altersklassen. Generell sind jüngere Menschen dem Thema Elektroauto aufgeschlossener als ältere. So beantworten über 62 Prozent der 18 bis 31 Jahre alten Studienteilnehmer die Frage nach der Kaufbereitschaft positiv, bei den über 50-Jährigen lediglich noch 50 Prozent, bei den über 60-Jährigen 48 Prozent. Auch zwischen den Geschlechtern ist ein Unterschied erkennbar: 57,5 Prozent der Männer sagen, dass für sie der Kauf eines Elektroautos in Frage kommt, lediglich 48,8 Prozent der Frauen.

Genauer nachgefragt haben die Forscher auch bei den Einschränkungen, die Elektroautos betreffen. Hier zeigt sich bei der angenommenen Reichweite von maximal 150 Kilometern bei Elektroautos, dass zwar fast 30 Prozent der Befragten dies als negativ ansehen, aber in der täglichen Praxis meist eine viel geringere Fahrstrecke zurücklegen: Über 61 Prozent der Befragten fahren täglich mit ihrem Auto höchstens 50 Kilometer, knapp 30 Prozent zwischen 50 und 100 Kilometern, nur knapp 9 Prozent noch längere Strecken.

Wolfgang Partz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.tuv.com/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics