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Deutsche Unternehmen: Keine Angst vor Schweinegrippe

12.11.2009
Die Unternehmen in Deutschland stehen den Herausforderungen der so genannten Schweinegrippe mehrheitlich gefasst gegenüber. 51 Prozent der Fach- und Führungskräfte gab an, keine Angst vor einer Ansteckung mit dem Grippevirus A/H1N1 zu haben.

Nur vier Prozent fürchten sich sehr vor einer Infektion. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Betriebliche Gesundheitsvorsorge" vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung in Kooperation mit handelsblatt.com. 253 Fach- und Führungskräfte verschiedener Branchen haben an der Befragung teilgenommen.

Der nüchterne Umgang mit den Herausforderungen der Neuen Influenza hat seit Bekanntwerden des Erregers sogar zugenommen. Denn mehr als 20 Prozent der Betriebe, die anfänglich mit großen Sorgen dem Ausbruch einer Pandemie gegenüberstanden, haben ihre Ängste mittlerweile abgelegt. Zu dieser Haltung dürfte der bislang überwiegend milde Verlauf der neuen Influenza beigetragen haben.

Zudem liegt das Niveau der akuten respiratorischen Infektionen Anfang Oktober in einem für die Jahreszeit üblichen Bereich - so das Grippe-Beobachtungssystem der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI).

Demnach ist noch nicht von einer relevanten Auswirkung der neuen Influenza auf Bevölkerungsebene auszugehen. Allerdings hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Einschätzung bekräftigt, dass die weltweite Ausbreitung des Virus nicht zu stoppen sein wird.

Die große Mehrheit (84 Prozent) der Pandemiebeauftragten in deutschen Unternehmen reagierte kurzfristig auf die Gefahrenwarnung der WHO und informierte ihre Mitarbeiter über die neue Influenza und mögliche Präventionsmaßnahmen. 65 Prozent nutzten dafür den E-Mail Verkehr im unternehmenseigenen Intranet. In jedem fünften Betrieb gab es eigens organisierte Veranstaltungen, um über mögliche Auswirkungen der Neuen Influenza aufzuklären.

Gemessen an allen Influenzainfektionen hatten sich zuletzt etwa 30 Prozent der Neuerkrankten mit dem H1N1/2009 Virus angesteckt, so das Robert Koch-Institut. Im Unterschied zu den gut charakterisierten saisonalen Influenzaviren ist die weitere Entwicklung des neuen Erregers nicht vorhersehbar. Das gilt insbesondere für seine Auswirkungen zur üblichen Grippezeit im Herbst und Winter. Vor diesem Hintergrund mahnt das Robert-Koch-Institut Risikogruppen, die herbstliche Impfung gegen die saisonale Influenza nicht zu vergessen. Die Impfung gegen herkömmliche Erreger sei sinnvoll und schließe eine spätere Impfung gegen die Schweinegrippe nicht aus. Der letzte Winter 2008/2009 war mit fast 19.000 Krankenhauseinweisungen die heftigste Grippesaison der vergangenen vier Jahre.

Hintergrundinformationen:
Diese Presseinformation basiert auf einer Online-Umfrage, die vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung in Kooperation mit handelsblatt.com durchgeführt wurde. Vom 05. August bis 31. August 2009 wurden insgesamt 253 Teilnehmer, darunter 184 Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen sowie 51 Entscheider im Bereich Pandemie-, Epidemie- oder Katastrophenplanung in Unternehmen befragt.

IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte zwischen Wissenschaft und an fundierter Aufarbeitung relevanter Management- und Wirtschaftsthemen interessierter Unternehmen geknüpft werden.

Dieses Netzwerk wird wesentlich durch Wilhelm Alms aufgebaut. Er hat als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Mummert Consulting vielfältige Erfahrungen mit der Umsetzbarkeit von Forschungsergebnissen in der Managementpraxis gesammelt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brückenschläge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu initiieren.

Wenn Sie an diesem Netzwerk partizipieren wollen, freut sich das IMWF über Ihre Nachricht. Von wissenschaftlichen Partnern wird erwartet, nachweislich praxisorientierte Forschung leisten zu wollen. Im Gegenzug hierzu obliegt es den eingebundenen Unternehmen, relevante Fragestellungen zu formulieren und die Freiräume für die Aufarbeitung dieser Themen zu gewährleisten.

Roland Heintze | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.imwf.de

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