Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-italienische Kaffee-Studie

09.08.2013
Kaffee ist nicht nur ein weltweit geschätzter aromatischer Wachmacher.

Regelmäßiger Konsum reduziert auch, so legten epidemiologische Studien kürzlich nahe, das Risiko für die Erkrankung an Parkinson und Alzheimer.

In einer auf fünf Jahre angelegten Kooperation will das Forschungszentrum Jülich gemeinsam mit der italienischen Stiftung Ernesto Illy Foundation die tieferen Zusammenhänge erkunden und weitere Fortschritte auf dem Gebiet der „Computational Science of Coffee“ erzielen.

Die Ernesto Illy Foundation ist eine Non-profit Organisation, welche von der Firma illycaffè S.p.A. ins Leben gerufen wurde. Mit dem von beiden Partnern zu gleichen Teilen bereitgestellten Budget von insgesamt 500.000 Euro soll am Forschungszentrum eine Junior-Professur mit dem Schwerpunkt „Computational Coffee Research“ eingerichtet werden, die zudem nach dem Jülicher Modell an einer der benachbarten Universitäten angesiedelt wird. So sieht es der vom Jülicher Vorstandsmitglied Professor Sebastian M. Schmidt, illycaffè-Forschungsleiter Furio Suggi Liverani und Stiftungsleiterin Anna Rossi Illy unterzeichnete Kooperationsvertrag vor.

Mithilfe von Simulationen auf Jülicher Superrechnern soll geklärt werden, wie Koffein auf molekularer Ebene an die Rezeptoren im Gehirn andockt. Insbesondere gilt es, biologische und chemische mit neurologischen Aspekten zu kombinieren, die bisher nur als getrennte Fragestellungen behandelt wurden. Dabei kann auf Erfahrungen und Ergebnisse von Prof. Paolo Carloni und seinem Team vom Institute for Advanced Simulation zurückgegriffen werden, die bereits seit längerer Zeit mithilfe von Computersimulationen die komplexe Wirkungsweise von Geruchs- und Geschmacksstoffen untersuchen. Die Arbeiten finden in enger Kooperation mit den Jülicher Neurowissenschaftlern Prof. Katrin Amunts sowie Prof. Andreas Bauer statt, deren Teams mit bildgebenden Verfahren die Wirkungsorte von Koffein im Gehirn erforschen.

Information zum Institute of Advanced Simulation, Computational Biomedicine (IAS-5):
http://www.fz-juelich.de/ias/ias-5/EN/Home/home_node.html

Informationen zum Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1):
http://www.fz-juelich.de/inm/inm-1/DE/Home/home_node.html

Informationen zum Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Molekulare Organisation des Gehirns (INM-2):
http://www.fz-juelich.de/inm/inm-2/DE/Home/home_node.html

Neuroimaging-Projekt: Wo Koffein im menschlichen Gehirn wirkt:
http://www.fz-juelich.de/inm/inm-2/DE/Forschung/Neuroimaging/
Projekte/Koffein_im_menschlichen_Gehirn/_node.html

Erhard Zeiss | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE