Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Depressionen vor der Geburt - Nachteile für das Kind?

26.07.2010
Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg startet neue Studie zu Ängsten und Depressionen vor der Geburt / Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft / Teilnehmerinnen gesucht

Haben Depressionen und Angsterkrankungen der werdenden Mutter Auswirkungen auf das Kind? Wie entwickeln sich Kinder betroffener Frauen vor und nach der Geburt? Diese Fragen soll eine neue Studie unter Leitung von Dr. Corinna Reck, Leitende Psychologen an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, in Kooperation mit Dr. Stephanie Gawlik, Assistenzärztin an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Heidelberg, nun klären. Für die Studienteilnahme werden noch Frauen gesucht, die planen, schwanger zu werden, oder sich bereits in der frühen Schwangerschaft (vor der zwölften Schwangerschaftswoche) befinden. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Um an der Studie teilnehmen zu können, muss man nicht an Depressionen oder Ängsten leiden! Wer die Schwangerschaft und die erste Zeit nach der Geburt ohne psychische Beschwerden erlebt, liefert als Teil der Kontrollgruppe wichtige Informationen, die zum Vergleich mit betroffenen Mutter-Kind-Paaren herangezogen werden können. Alle Studienteilnehmerinnen erhalten eine einmalige Aufwandspauschale. Betroffene Frauen werden nach Wunsch von den Experten des Universitätsklinikums beraten.

Die Geburt eines Kindes ist für alle Eltern ein einschneidendes Lebensereignis. Schon die Schwangerschaft bringt häufig die komplette Umstellung des bisherigen Lebens mit sich und wird von einer Bandbreite an Gefühlen begleitet. Nicht selten treten dabei auch Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, Ängste und Sorgen auf, welche die Vorfreude auf das Kind trüben. Nehmen diese Gefühle überhand, sind Denken und Handeln eingeschränkt: Betroffene Frauen können ihren Alltag mit dem ungeborenen oder neugeborenen Kind nur noch schwer bewältigen.

Teilnehmen können Frauen, die eine Schwangerschaft planen, oder sich vor der zwölften Schwangerschaftswoche befinden

„Es ist wichtig, Angsterkrankungen und Depressionen in der Schwangerschaft früh zu erkennen und zu behandeln, weil sie Schwangerschaftsverlauf, Geburt und die frühe kindliche Entwicklung beeinflussen können“, erklärt Dr. Corinna Reck, Leiterin der Mutter-Kind-Einheit an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, der Anlaufstelle für alle schwangeren Frauen und Mütter, die sich bei psychischen Problemen und bei Schwierigkeiten mit ihrem Kind Unterstützung wünschen. „In unserer neuen Mutter-Kind-Studie wollen wir diese Auswirkungen von Ängsten und Depressionen erforschen.“

Im Rahmen der Studie sollen Frauen in der Schwangerschaft auf Depressionen, Angsterkrankungen und deren Risikofaktoren hin untersucht werden. Zu drei Zeitpunkten während der Schwangerschaft und zu zwei Zeitpunkten nach der Geburt erfassen die Mediziner anhand von Speichel- und Haaranalysen verschiedene Hormone bei Mutter und Kind und dokumentieren Schwangerschafts- und Geburtsverlauf sowie die kindliche Entwicklung. „Unser Ziel ist es, wirksame Therapiekonzepte zu entwickeln und betroffenen Frauen möglichst schnell professionelle Hilfe anbieten zu können“, so Dr. Corinna Reck.

Studieninteressierte Frauen können sich unter der Telefonnummer 06221 / 56 61 94 oder der E-Mail-Adresse Peripartal.Studie@med.uni-heidelberg.de an die Studienmitarbeiter wenden.

Weitere Informationen über die Studie im Internet:
www.mutter-kind-studie.uni-hd.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de/AEngste-und-Depressionen-in-der-Schwangerschaft.116738.0.html?&L=de%2F
Ansprechpartner:
Britta Zipser, Mitho Müller
Mutter-Kind-Studie / Peripartalstudie II
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Universitätsklinikum Heidelberg
Voßstr. 2 / Haus 2
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 61 94
E-Mail: peripartal.studie@med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit