Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Depressionen können Demenz-Risiko verdoppeln

06.07.2010
Krankheiten treten häufig gemeinsam auf - Ursachen noch ungeklärt

Depressionen können das Risiko einer späteren Demenzerkrankung fast verdoppeln. Experten gehen davon aus, dass diese beiden Krankheiten oft gemeinsam auftreten. Es ist jedoch noch nicht erforscht, ob eine zur anderen führt.

Ursachen ungeklärt

Zwei in Neurology http://www.neurology.org veröffentlichte Studien legen nahe, dass Depressionen eine Demenz wahrscheinlicher machen. Die Ursachen bleiben jedoch weiterhin ungeklärt. Die Wissenschaftler betonen auch, dass diese Forschungsergebnisse nur einen Zusammenhang nachweisen, keine direkte Ursache. Weitere Studien sind erforderlich, um diese Verbindung zu erforschen.

... mehr zu:
»Demenz »Demenz-Risiko »Depression

Es wird angenommen, dass Gehirnchemie und Lebensgewohnheiten wie Ernährung und die Menge der sozialen Interaktionen eine Rolle spielen könnten. Laut Jane Saczynski von der University of Massachusetts http://www.umassmed.edu , Leiterin der ersten Studie, ist es unklar, ob Depressionen eine Demenz verursachten.

Saczynski sieht jedoch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie Depressionen das Demenz-Risiko beeinflussen können. "Entzündungen des Gehirngewebes während einer Depression können zum Beispiel zum Entstehen einer Demenz beitragen. Bestimmte Proteine treten im Gehirn von depressiven Menschen vermehrt auf, auch sie können das Risiko erhöhen."

Demenz folgt häufig auf Depressionen

Für die erste Studie wurden 949 ältere Menschen 17 Jahre lang begleitet. Es zeigte sich, dass eine Demenz häufig auf Depressionen folgte. Am Ende der Laufzeit waren 164 Personen dement. 22 Prozent der depressiven Teilnehmer waren betroffen. Bei der gesunden Kontrollgruppe waren es nur 17 Prozent.

Für die zweite Studie wurden laut BBC die Daten von 1.239 US-Amerikanern ausgewertet und untersucht, wie die Anzahl der depressiven Episoden ihr Demenz-Risiko beeinflusste. Es zeigte sich, dass mit der Häufung der Depressionen auch das Demenz-Risiko deutlich anstieg. Zwei oder mehr Episoden verdoppelten das Risiko fast.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.umassmed.edu

Weitere Berichte zu: Demenz Demenz-Risiko Depression

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik