Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Demografischer Wandel als Schrittmacher für technologische Entwicklung

09.07.2015

Studie zur altersgerechten Mobilität in Berlin vorgestellt

Technische Lösungen beispielsweise aus der Robotik sowie die weitere Vernetzung der Verkehrsträger können die Barrierefreiheit der Verkehrsmittel in Berlin fördern und dazu beitragen, dass die Stadt noch attraktiver für die wachsende Zahl der über 65jährigen wird.

Ebenfalls wichtig ist es, die vorhandenen Geodatenbank um seniorenrelevante Informationen zu ergänzen. Dies zeigt die Studie „Demografie und Mobilität. Wie Technik unterstützen kann“, die Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin, gemeinsam mit Rico Gast, Stabsabteilungsleiter Geschäftsentwicklung bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), heute vorstellte.

Nicolas Zimmer: „Die Stadt sollte den demografischen Wandel als Chance verstehen und Berlin zum Living Lab für die älter werdende Gesellschaft machen. Neben der Verfügbarkeit von Daten ist die Entwicklung von Anwendungen wichtig, die von Menschen unterschiedlichen Alters intuitiv genutzt werden können. Die Digitalisierung macht Berlin auch für Seniorinnen und Senioren to the place to be.“

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta: „Die barrierefreie Gestaltung von Mobilität für Menschen mit Behinderung und für Menschen, die in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, hat für die BVG eine hohe Bedeutung.

Aus diesem Grund sind wir besonders stolz darauf, dass bereits insgesamt 109 U-Bahnhöfe barrierefrei zu erreichen sind und ein komfortabler und barrierefreier Einstieg in insgesamt rund 1600 Fahrzeugen möglich ist. Selbstverständlich ist die Barrierefreiheit auch weiterhin wichtiges Kriterium bei allen Neu- und Umbauten von Verkehrsanlagen und Neubeschaffungen von Fahrzeugen.“

Bis 2030 wird fast jeder Vierte in Berlin über 65 Jahre alt sein, die Zahl der über 80jährigen um rund 80 Prozent steigen. Dies hat Auswirkungen auf die Verkehrsströme. Ältere Menschen bewegen sich zu anderen Zeiten, auf anderen Strecken und mit anderen Verkehrsmitteln durch die Stadt als beispielsweise die Gruppe der Berufstätigen. Sie stellen andere Anforderungen an Sicherheit und Komfort von öffentlichen Verkehrsmitteln und fragen Assistenzsysteme wie Einparkhilfen für das Auto und Elektromotoren am Fahrrad nach.

In Zukunftsszenarien spielt die Technologiestiftung durch, welche Schlüsselfaktoren die weitere Entwicklung im Verkehrsbereich beeinflussen werden und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab. Berlin ist mit einem dichten Verkehrsnetz ausgestattet und schon heute mit seinem Echtzeitverkehrsinformationssystem und seinem vielfältigen Dienstleistungsangebot zum Beispiel zum Carsharing im Verkehrsbereich besonders innovativ.

Es hat die Chance, für die wachsende Gruppe der über 65jährigen noch attraktiver zu werden, wenn es die vorhandenen Stärken gezielt weiter ausbaut. Der Markt für altersgerechte, mobilitätsunterstützende Produkte befindet sich gerade im Entstehen. Hier frühzeitig die Innovationsführerschaft zu übernehmen, kann zu einem bedeutenden regionalen Wirtschaftsfaktor werden.

Die Studie „Demografie und Mobilität in Berlin 2030. Wie Technik unterstützen kann“ wurde aus Mitteln des Landes Berlin und der Investitionsbank Berlin gefördert, kofinanziert von der Europäischen Union- Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung. Investition in Ihre Zukunft“.

Weitere Informationen:

https://www.technologiestiftung-berlin.de/fileadmin/daten/media/publikationen/Re...

Frauke Nippel | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt
21.11.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Signal-Shaping macht Bits und Bytes Beine

23.11.2017 | Förderungen Preise

Maximale Sonnenenergie aus der Hausfassade

23.11.2017 | Architektur Bauwesen

Licht ermöglicht „unmögliches“ n-Dotieren von organischen Halbleitern

23.11.2017 | Energie und Elektrotechnik