Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deloitte-Studie: Weihnachten im Zeichen der Vernunft

12.11.2009
Deutsche schenken nicht weniger / Konsumnachfrage stabil dank Subventionspolitik

Trotz Krise steht das Weihnachtsgeschäft 2009 unter keinem schlechten Stern. Die Deutschen setzen beim Geschenkekauf aber klare Prioritäten. Obwohl sie sich - wie die Westeuropäer insgesamt - optimistischer als im Vorjahr geben, kaufen sie gezielter und nachhaltiger ein: Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis spielt vor allem der Nutzwert eine steigende Rolle.

Sowohl beim Budget als auch bei der Anzahl der Beschenkten sind keine Reduzierungen vorgesehen.

Durchschnittlich plant jeder etwa 485 Euro für Weihnachten ein: 300 Euro für Präsente sowie 185 Euro für die Festlichkeiten. Dies sind einige Ergebnisse des Deloitte-Reports "Xmas 2009: the rebound?", für den Verbraucher in 18 west- und osteuropäischen Ländern befragt wurden. In Deutschland nahmen 1.754 Personen teil.

"In puncto Optimismus hat sich der Trend seit dem letzten Jahr europaweit gedreht. Heute sehen die Westeuropäer positiver in die Zukunft als die Menschen in Osteuropa. Erstere sind zuversichtlich, dass sich 2010 die Weltwirtschaft erholt. Entsprechend gestaltet sich auch die Weihnachtsplanung: 70 Prozent der Deutschen wollen ihr Ausgabeverhalten nicht wesentlich ändern, jedoch aktiv Preise vergleichen", erklärt Dr. Peter Thormann, Partner Consumer Business bei Deloitte.

Krise erreicht deutsche Weihnachten nicht

Aufgrund der aktuellen Krise und der damit verbundenen Unsicherheiten planen die westeuropäischen Verbraucher eine durchschnittliche Kürzung ihrer Weihnachtsausgaben um 6,3 Prozent - in Deutschland liegt dieser Wert mit -2,9 Prozent nicht mal halb so hoch. Hauptgrund hierfür ist die derzeitige Subventionspolitik: Die Mehrheit der Deutschen spürt die Krise bislang nicht konkret in Euro und Cent und ist sich ihrer Arbeitsplätze vorerst relativ sicher.

Außerdem möchten sich die meisten das Weihnachtsfest nicht verderben lassen. Die Osteuropäer wollen beim Konsum Schritt halten und sparen vorerst nicht (+0,7%).

Keine Einschnitte bei der Familie

Ganz ohne Einfluss bleibt die Krise jedoch nicht: Obwohl nicht übermäßig gespart werden soll, wollen 60 Prozent der Deutschen eine bestimmte Summe nicht überschreiten - rund 485 Euro. Sollten Kürzungen beim Geschenkekauf notwendig sein, so keinesfalls zulasten von Familie oder Kindern. Zwei Drittel wollen genauso viele Menschen beschenken wie letztes Weihnachten, immerhin 13 Prozent sparen gegebenenfalls bei eigenen Anschaffungen und neun Prozent bei Präsenten für Kollegen.

Nützliche und wertige Geschenke favorisiert

Bei der Geschenkeauswahl steht die Vernunft im Vordergrund. Um ihr Budget optimal zu nutzen, kaufen die Verbraucher bewusster ein: Qualität geht vor Quantität, der Nutzfaktor entscheidet. Darüber hinaus spielen aber auch Produktionsbedingungen eine Rolle. Zwar orientieren sich 52 Prozent vorwiegend am Preis, andererseits würden 78 Prozent keine Produkte kaufen, die unter prekären Bedingungen entstanden sind, und 61 Prozent achten auf den "ökologischen Fußabdruck" der Erzeugnisse.

Deutsche mögen Gutscheine und Bargeld sowie Bücher

Die Schenkvorlieben sind 2009 nahezu unverändert: Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Geschenke in Deutschland stehen Gutscheine und Bargeld sowie Bücher. Ersteres scheint eine deutschlandspezifische Erscheinung zu sein, europaweit sind Bücher die meistverschenkten Artikel. Bei Jugendlichen gehören darüber hinaus CDs zu den begehrtesten Geschenken.

Zwischen Warenhaus und Internet

Die bevorzugten Orte der Deutschen für Weihnachtseinkäufe sind einerseits das traditionelle Warenhaus (58 Prozent), andererseits aber auch das Internet - Letzteres vor allem bei der jüngeren Zielgruppe (67 Prozent der 18- bis 24-Jährigen), während die anderen Altersgruppen das Netz eher zur Orientierung und zum Preisvergleich nutzen. Lebensmittel werden am häufigsten im Supermarkt oder Discountmarkt gekauft - Eigenmarken stehen dabei hoch im Kurs. Generell sind das Preis-Leistungs-Verhältnis und eine große Auswahl ausschlaggebend.

"Der Report zeigt, dass es im Großen und Ganzen keine negativen Überraschungen beim Weihnachtsgeschäft geben wird. Die Menschen wollen weder am Fest selbst noch an Geschenken für ihre Lieben sparen. Der Handel ist jedoch gut beraten, den Trend zum bewussteren Einkauf zu beachten. Frustkäufe nach dem Motto ,jetzt erst recht' sind ebenso wenig zu erwarten wie Spontankäufe in letzter Minute. Stattdessen sehen die Verbraucher genau hin, vergleichen aktiv Preise und wägen ab. Ein hochwertiges, preisattraktives Angebot ist Voraussetzung für gute Umsätze - und auch die Internetpräsenz kann über Erfolg oder Misserfolg mitentscheiden", resümiert Thormann.

Den kompletten Report erhalten Sie auf Anfrage.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 140 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. "To be the Standard of Excellence" - für rund 169.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein schweizerischen Rechts, und/oder sein Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu und seiner Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns .

© 2009 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Member of Deloitte Touche Tohmatsu

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Studie für Patienten mit Prostatakrebs: Einteilung in genomische Gruppen soll Therapie präzisieren

21.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Forscher entwickeln zweidimensionalen Kristall mit hoher Leitfähigkeit

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index

21.08.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz