Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dekarbonisierung Europas verspricht spannende Aussichten für Gas-Kombi-Kraftwerke

14.09.2011
Europäischer Markt für Gas- und Dampfturbinen soll für den Zeitraum 2012-2014 eine erneute Belebung erfahren: geschätzte Umsätze von über zwei Milliarden US-Dollar

Der westeuropäische Gas- und Dampfturbinenmarkt befand sich in den Jahren 2009-2010 auf einem Tiefstand. Trotz der durch den Emissionshandel, die Gesetzgebung im Stromsektor und den bevorstehenden Anstieg der Rohstoffpreise bestehenden Unsicherheiten ist jedoch mittel- bis langfristig mit einer Erholung zu rechnen.

Aufträge, die während der florierenden Marktlage in den Jahren 2007-2008 abgeschlossen wurden, haben die Hersteller während der schwierigen Zeiten über Wasser gehalten. Diese Altaufträge sind inzwischen jedoch erfüllt. Die Anzahl neuer Aufträge ist noch relative gering, soll aber ab 2012 wieder zunehmen.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.energy.frost.com) erwirtschaftete der westeuropäische Markt für Gas- und Dampfturbinen im Jahr 2010 Umsätze in Höhe von 473 Millionen US-Dollar. Bis zum Jahr 2017 wird mit einer Umsatzsteigerung auf ganze 2,138 Milliarden US-Dollar gerechnet.

„Der Strombedarf der höher entwickelten als auch der aufstrebenden Volkswirtschaften und die Stilllegung nicht allein von alten konventionellen thermischen Kraftwerken, sondern auch von Kernkraftanlagen sind Schlüsselfaktoren für das Wachstum des westeuropäischen Marktes für Gas- und Dampfturbinen“, erklärt Pritil Gunjan, Industry Analyst bei Frost & Sullivan. „Der aufgrund der Stilllegungskapazitäten hohe Ersatzbedarf in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien sowie die Notwendigkeit der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben werden die Nachfrage nach Gas- und Dampfturbinenanlagen in diesen Regionen weiter vorantreiben.“

Die Aussichten für den westeuropäischen Markt für Gas- und Dampfturbinen stehen daher gut und der erwartete Aufwärtstrend im Zeitraum von 2012 bis 2014 steht ganz im Zeichen der aktuellen Entwicklungen in der Stromerzeugungsbranche.

„Weiter entwickeln werden sich zudem auch andere umweltfreundliche Technologien, wie Kraft-Wärme-Kopplung, und dies wird die Nachfrage nach Dampfturbinen zusätzlich ankurbeln“, ergänzt Gunjan.

Die jüngsten wirtschaftlichen Unsicherheiten und die weltweite Finanzkrise dürften kurzfristig das zentrale Hemmnis darstellen. Das Fehlen eines adäquaten Zugangs zu Kreditfinanzierungen und die Bedenken im Bezug auf die wirtschaftliche Lage könnten zu Verzögerungen bei der planmäßigen Umsetzung von Projekten führen.

„Da Europa nur drei Prozent der weltweiten Erdgasreserven kontrolliert, muss der Großteil der Nachfrage durch Importe gedeckt werden, was wiederum die Abhängigkeit der westeuropäischen Länder erhöht“, warnt Gunjan. „Die aktuellsten Perspektiven bezüglich unkonventioneller Erdgas-Kraftwerke in Europa und den USA dürften den Versorgungsdruck bei Erdgas jedoch in Zukunft verringern.“

Durch die Verschärfung des Wettbewerbs ist es extrem wichtig, den räumlich relevanten Markt zu erweitern. Technologische Fortschritte und eine weitere Expansion quer durch die vertikalen Anwendungen sind die Schwerpunkte, die den Aufwärtstrend bei den wichtigsten Ausrüstungsherstellern unterstützen werden.

„Attraktive Wachstumschancen in den aufstrebenden Regionen des Mittleren Ostens, Afrikas und Südostasiens werden die Marktentwicklung begünstigen“, betont Gunjan abschließend. „Zudem werden technologische Verbesserungen, wie gesteigerte Effizienz, Synthesegas, Brennstoff-Flexibilität und Kohlenstoffabscheidung, neue Wachstumsimpulse liefern.“

Weitere Informationen zu Frost & Sullivans Studie Western European Gas and Steam Turbines Market erhalten Sie unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten von Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Die Studie Western European Gas and Steam Turbines Market ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Energy & Power, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Annual Global Power & Energy Outlook, Global Wind Power Markets und Asia Pacific Power Plant Services Market. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Titel der Studie: Western European Gas and Steam Turbines Market (M6E8)

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://www.energy.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie