Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

dataTec und Fraunhofer IAO entwickeln Gütesiegel für lärmarme Mess- und Prüfgeräte

06.10.2011
Der Messtechnik-Distributor dataTec setzte sich gegen mehr als 3500 Unternehmen durch und wurde mit dem renommierten »Großen Preis des Mittelstandes 2011« ausgezeichnet. Die Jury würdigte besonders »das leise Labor«, das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer IAO mit dataTec, um besonders geräuscharme Geräte für den Kunden zu kennzeichnen.

Der »Große Preis des Mittelstandes« wurde im September 2011 bereits zum 17. Mal vergeben und zählt aufgrund der hohen Bewerberzahlen und ISO-zertifizierten Prüfkriterien zu den wichtigsten Wirtschaftspreisen für mittelständische Unternehmen in Deutschland.

Neben vorbildlichen Leistungen in den Wettbewerbskriterien »Innovation, Modernisierung, Engagement in der Region, Service, Kundennähe und Marketing«, müssen die Preisträger auch eine hervorragende Gesamtentwicklung des Unternehmens sowie die Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen aufweisen.

Der Messtechnik-Distributor DataTec gewann dieses Jahr den Goldenen Oskar und setzte sich somit gegen 3500 nominierte klein- und mittelständische Unternehmen durch. Mit ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury war dabei die Studie »das leise Labor«, die in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO entstanden ist. »Das leise Labor« klärt die Kunden von dataTec über die Folgen der Lärmemission auf und etabliert ein Gütesiegel für lärmarme Mess- und Prüfgeräte.

Im Rahmen der Studie wurden mehrere Messlabors der Fraunhofer-Gesellschaft und der Universität Stuttgart besucht, um die Einsatzbedingungen von Messgeräten zu analysieren und die Lärmsituation zu beurteilen. Für Messaufgaben kommen häufig mehrere Geräte gleichzeitig zum Einsatz, wodurch Schallemissionen von mehr als 60 dB (A) erreicht werden. Dies kann sich nachteilig auf die menschlichen Arbeitsbedingungen bei konzentrierter, geistiger Arbeit auswirken. Wesentliche gerätebezogene Schallemissionen resultieren aus dem Lüfterbetrieb, gefolgt von akustischen Signalisierungen. Weitere Schalleinflüsse ergeben sich durch Gespräche. Um akustische Belastungen für die Mitarbeiter zu reduzieren, lassen sich lärmintensive Tätigkeiten von geräuscharmen Laborarbeiten trennen. Lärmintensive Server sollen grundsätzlich von den Arbeitsplätzen getrennt aufgestellt werden. Umfangreiche praktische Erfahrungen belegen, dass eine Optimierung der Schallemission von Labormessgeräten erheblich zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei konzentrierten Tätigkeiten im Labor beiträgt.

DataTec nimmt auf Basis der Studie mit ihrem Lautstärkesiegel »Ich bin leise« eine Kennzeichnung von Messgeräten vor, die den Schalldruckpegel Lp von 32 dB (A) dauerhaft nicht überschreiten – und sich damit im Alltagsbetrieb als besonders lärmarm erweisen. Somit wird eine zweckmäßige Kommunikation von Produktmerkmalen ermöglicht, die sich nachweislich positiv auf die Arbeitsqualität auswirken – und dies bereits weit unterhalb der schädigungsrelevanten Grenzwerte.

Claudia Garád | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://wiki.iao.fraunhofer.de/index.php/Studie_-_das_leise_Labor_von_dataTec

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie