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Carsharing-Boom hält an

27.02.2014

Bundesverband CarSharing e. V. (bcs) veröffentlicht Jahresbilanz 2013

Der Trend zum Teilen statt Besitzen hält an. Die vom Bundesverband CarSharing e.V. veröffentlichte Jahresbilanz zum deutschen Carsharing zeigt deutlich gestiegene Nutzerzahlen: Mehr als 750.000 Fahrberechtigte setzen mittlerweile auf das Prinzip "Nutzen statt Besitzen" auf deutschen Straßen. Damit hielt der seit Jahren beobachtete Trend zum Carsharing an. Mehr als ein Prozent der Bevölkerung Deutschlands über 17 Jahre nehmen inzwischen am Carsharing teil.

Anfang 2014 waren 757.000 Teilnehmer bei den etwa 150 deutschen Carsharing-Anbietern registriert, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 67,1 Prozent entspricht. Bei stationsbasierten Angeboten waren 320.000 Teilnehmer registriert (plus 50.000), bei stationsunabhängigen („free floating) Angeboten 437.000 Nutzer (plus 254.000). Erstmals hat die Quote der Carsharing-Teilnehmer bezogen auf die führerscheinfähige Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren damit die Ein-Prozent-Hürde übersprungen (1,13 Prozent).

Diesen Nutzern stehen 7.700 Fahrzeuge an 3.900 Stationen im stationsbasierten Carsharing und 6.250 Pkw in stationsunabhängigen Angeboten zur Verfügung. Durchschnittlich 42 Nutzer teilen sich ein Fahrzeug im stationsbasierten Carsharing, 70 Nutzer bei den stationsunabhängigen Angeboten.

Dazu Willi Loose, Geschäftsführer des bcs: "Die Dynamik der stationsunabhängigen Angebote beschränkt sich auf wenige deutsche Städte. Sie sind insgesamt in 14 Städten anzutreffen. Die Flächenausbreitung des Carsharing wird hingegen von den stationsbasierten Angeboten geleistet, die in 380 Städten und Gemeinden zu finden sind. Bezogen auf die dort wohnenden Einwohner werden 33,35 Mio. Einwohner von einem stationsbasierten Carsharing-Angebot versorgt. Stationsunabhängige Angebote sind in Städten mit zusammen 9,31 Mio. Einwohnern anzutreffen."

"Carsharing ist ein sinnvolles Mobilitätsangebot aus ökologischer und ökonomischer Sicht. Nur durch die intelligente Verknüpfung verschiedener Fortbewegungsarten wird es auch in Zukunft gelingen, Mobilität für alle zu gewährleisten. Der täglich mehrfache Wechsel zwischen Zufußgehen, Radfahren, ÖPNV-Nutzung, Carsharing und eigenem Pkw wird für viele Menschen künftig zur Normalität gehören", so Martin zur Nedden, Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu).

"Die starke Zunahme der registrierten Kundinnen und Kunden beim Carsharing begrüßen wir aus städtischer Sicht sehr. Entscheidend für die Städte ist, dass durch Carsharing private Kraftfahrzeuge ersetzt, Fahrten gebündelt und der Parkdruck im Ergebnis reduziert werden können", so Hilmar von Lojewski, Beigeordneter des Deutschen Städtetages. "Nach den bisherigen Studien kann ein stationsgebundenes Carsharing-Fahrzeug bis zu elf andere Fahrzeuge ersetzen. Viele Städte haben erste positive Erfahrungen mit dem Carsharing gewonnen und greifen auch für ihre eigenen Dienstfahrten ergänzend zum städtischen Fahrzeugpark auf das Angebot entsprechender Unternehmen zurück. Die Herausforderung wird sein, die positiven Wirkungen insbesondere des stationsunabhängigen Carsharing in noch mehr Städten greifen zu lassen."

Den Titel "Carsharing-Hauptstadt Deutschlands" hat Karlsruhe im Städtevergleich des bcs im September behauptet: Mit nahezu zwei (1,93) Carsharing-Autos pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt die badische Metropole mit deutlichem Abstand vor den nachfolgenden Großstädten. Dazu der Oberbürgermeister von Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup in der Pressekonferenz: "Das Autoteilen entlastet die Innenstadt vom Individualverkehr, reduziert die Abgasbelastung und macht sich auch im privaten Budget der Nutzenden positiv bemerkbar. Der Karlsruher Anbieter stadtmobil und alle anderen Carsharing-Anbieter leisten einen nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Lebensqualität in unseren Städten."

Anmerkung:
Für die Erhebung hat der bcs Kennzahlen bei allen bekannten Carsharing-Anbietern gesammelt. Dadurch, dass manche Fahrberechtigten bei zwei oder mehreren Anbietern eingeschrieben sind, kann es zu Doppelzählungen kommen. Dies betrifft vor allem Teilnehmer stationsunabhängiger Angebote in Großstädten über 500.000 Einwohnern, wenn mehrere dieser Anbieter anzutreffen sind. Da Kundendaten verschiedener Anbieter nicht abgeglichen werden, lassen sich Doppelzählungen nicht vermeiden.

Weitere Infos:
Ein Datenblatt zur Carsharing-Bilanz mit Stand 1.1.2014, Grafiken zur Carsharing-Entwicklung in den letzten Jahren sowie weitere Informationsmaterialien und lizenzfreie Fotos befinden sich auf der Presse-Site des Bundesverbandes CarSharing: http://www.carsharing.de/presse.

Kurzinfo:
Der Bundesverband CarSharing e. V. vertritt die politischen Interessen der Branche auf regionaler und bundesweiter Ebene. Ca. 110 Anbieter sind im bcs organisiert.

Verantwortlich und Kontakt:
Bundesverband CarSharing e. V. (bcs),
Willi Loose, Geschäftsführer,
Kurfürstendamm 52, 10707 Berlin, Telefon: 030 - 92 12 33 54,
E-Mail: info@carsharing.de, Internet: www.carsharing.de 


Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Berliner Institut mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten Forschungsinstituts. 


Difu-Pressestelle
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Sybille Wenke-Thiem
Ltg. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zimmerstraße 15, 10969 Berlin
Telefon: 030/39001-209/-209
Telefax: 030/39001-130
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Difu im informationsdienst wissenschaft (idw)
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Sybille Wenke-Thiem | idw

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