Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Car-Sharing – der Weg in eine grünere Zukunft

18.02.2010
Die Bevölkerung Europas wächst, konzentriert sich zunehmend auf urbane Zentren und stellt dabei immer höhere Ansprüche an Mobilität und Komfort. In der Folge reichen die vorhandenen Straßen und Parkplätze nicht mehr aus und die Umweltbelastung steigt zusehends.

Um den Einfluss des Transportfaktors auf den Klimawandel zu verringern, gibt es eine innovative und viel versprechende Möglichkeit: die Begrenzung oder Verringerung der Fahrzeugpopulation durch Car-Sharing.

Dieses Geschäftsmodell hat in den letzten Jahren erheblich an Akzeptanz gewonnen. Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan geht davon aus, dass sich bis 2016 europaweit 5,5 Millionen Nutzer rund 77.000 Fahrzeuge teilen werden.

Beim Car-Sharing stellen private Anbieter ihren Kunden bei Bedarf auf Stundenbasis ein Auto aus ihrem Fuhrpark zur Verfügung. Der einzelne Fahrer zahlt nur so viel, wie er auch tatsächlich fährt, und spart sich die Kosten für ein eigenes Fahrzeug. Auf diese Weise werden die Fixkosten auf viele Schultern verteilt, Treibstoffkosten reduziert, es gibt weniger Staus und die CO2-Emissionen sinken. Außerdem gibt es einen weiteren wichtigen Effekt, so Aswin Kumar, Senior Research Analyst der Automotive & Transportation Group von Frost & Sullivan: „Car-Sharing bietet eine solide Ausgangsbasis für das Wachstum und die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen.“

An vorderster Front dieses Trends steht derzeit Frankreich, wo die Regierung unter Berufung auf den Erfolg der Pariser Car-Sharing-Initiative Autolib von höchster Ebene Unterstützung für entsprechende Programme zugesagt hat und dabei die Einbeziehung von Elektroautos propagiert. Laut Frost & Sullivan dürfte in Europa ab 2012 jeder dritte Neuwagen eines Car-Sharing-Fuhrparks ein Elektrofahrzeug sein. Damit wären 2016 bereits 20 Prozent aller Car-Sharing-Autos batteriebetrieben.

Deutschland hat das Potenzial, sich zu einem Schlüsselmarkt für Elektroauto-Sharing zu entwickeln, da es hierzulande europaweit die meisten Ladestationen gibt -- im Jahr 2015 dürften es bereits über 80.000 sein. Zudem ist Deutschland aktuell mit 4.700 Fahrzeugen, die von rund 165.000 Mitgliedern genutzt werden, der größte Car-Sharing-Markt Europas. „Hier rechnen wir bis 2016 mit einem Anstieg auf rund 19.000 Autos mit ca. 1,1 Millionen Nutzern“, so Kumar. Aktuell bieten über 270 deutsche Städte die Möglichkeit des Car-Sharing und haben innovative Programme gestartet, so beispielsweise die Integration von Car-Sharing und Wohnungsbau in Bremen. „Was in Deutschland allerdings noch fehlt, ist ein nationales Rahmenprogramm und die Unterstützung von Seiten der Regierung“, kommentiert Kumar.

Währenddessen rüsten sich die Automobilhersteller gegen die unvermeidliche Bedrohung durch Car-Sharing-Initiativen, indem sie sich zu Serviceanbietern entwickeln und integrierte Mobilitätslösungen offerieren. Große Autobauer wie Peugeot und Daimler führen derzeit Programme wie Mobilität auf Abruf ein und nutzen das Car-Sharing-Konzept sowohl zur Erprobung ihrer Marken als auch zur Analyse der Verbraucherwahrnehmung ihrer Fahrzeuge.

„Der europäische Car-Sharing-Markt kann bis 2016 durchaus ein Volumen von über 2,6 Milliarden Euro erreichen. Damit wären bis zum selben Zeitraum mehr als eine Million Fahrzeuge überflüssig“, meint Kumar. „Mit der Integration von Elektrofahrzeugen und Car-Pooling-Diensten dürfte sich dieses Angebot zu einer der wichtigsten nachhaltigen Mobilitätslösungen für europäische Kunden entwickeln.“ Als Ländermärkte mit dem größten Wachstumspotenzial nennt Kumar Frankreich und Großbritannien, vor allem aufgrund ihrer effizienten Lösungen für Mobilitätsmanagement und des starken öffentlichen Rückhalts für die breitflächige Einführung von Car-Sharing-Diensten. “Neue Dienste, neue Zielgruppen, die Integration mit anderen Betreibern und Lösungen, innovative Marketingstrategien auf Basis von Web 2.0 und geografische Unterschiede sind alles Faktoren, die den Wettbewerb anheizen werden. Diese Entwicklung ist auch notwendig, um sicherzustellen, dass Car-Sharing kein urbanes Nischenphänomen ble ibt”, so Kumar abschließend.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans neuster Studie zum europäischen Markt für Car Sharing wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Die Informationen werden Ihnen dann per E-Mail zugesendet. Eine Studie zum nordamerikanischen Markt für Car Sharing wurde ebenfalls durchgeführt.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.

Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 35 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie