Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Business Development Day: Unternehmen müssen heute neue Wege beschreiten

27.06.2014

Business Development ist neue Aufgabe für Topmanagement in Unternehmen / Universität Hohenheim präsentiert Studie

Viele Märkte sind heute gesättigt, die Unternehmen benötigen aber Wachstum. Wer sein Unternehmen für die Zukunft rüsten will, investiert daher in Business Development.

So lautet das Ergebnis einer Befragung des Lehrstuhls Marketing I der Universität Hohenheim von rund 350 deutschen Unternehmen aller Branchen. „Business Development ist das Zukunftsthema in vielen Unternehmen. Noch werden aber nicht alle Potenziale genutzt, die ein systematisches Business Development bietet“, sagt Prof. Dr. Markus Voeth, Leiter der Studie zum Business Development in der Praxis.

Laut der Befragung haben viele Firmen in den vergangenen Jahren in Business Development investiert und planen dies auch weiter zu tun. Die Studie wurde heute anlässlich des Business Development Days an der Universität Hohenheim veröffentlicht.

„Viele Unternehmen stellen sich derzeit die Frage, ob das Geschäftsmodell, mit dem sie auf ihren Märkten lange Zeit erfolgreich waren, noch zeitgemäß ist und wie zukünftig Marktaktivitäten gestaltet werden müssen“, sagt Prof. Dr. Voeth, Leiter des Lehrstuhls Marketing I an der Universität Hohenheim.

Laut der Studie haben die Branchen Automobil, Telekommunikation, Konsumgüter und High Technology einen besonders hohen Bedarf an Business Development: Diese Unternehmen verfügen laut der Studie überdurchschnittlich häufig über eine eigenständige Business Development-Abteilung. Seltener dagegen findet man diese in der Dienstleistungsbranche sowie im öffentlichen Sektor.

Die Business Development-Studie der Universität Hohenheim

Für die Studie im Auftrag der Universität Hohenheim hat ein externes Marktforschungsunternehmen im März 2014 insgesamt 352 Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland befragt. Die Firmen stammen aus verschiedenen Branchen und zeichnen sich durch unterschiedliche Größen im Hinblick auf Umsatz und Mitarbeiter aus. Befragt wurden diejenigen Mitarbeiter der Unternehmen, die im Bereich Business Development tätig sind oder die Verantwortliche für diesen Bereich in ihren Unternehmen sind. Rund drei Viertel der befragten Unternehmen hat mehr als 50 Mitarbeiter

Die Aufgaben der Business Development-Abteilungen sind nach der Studie vor allem die Suche nach neuen Wachstumspotenzialen, das Erkennen von Markttrends sowie die Erschließung neuer Marktsegmente und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Für ihre Analysen interpretieren die Unternehmen vor allem die Business Pläne, den Key Performance Indicator (KPI) sowie die Kosten-Nutzen-Analysen.

Business Development immer bedeutender für Unternehmen

Die Bedeutung von Business Development für die Unternehmen nimmt derzeit rasant zu. Individuelle Kundenanforderungen, neue Technologien oder veränderte rechtliche Rahmenbedingungen erfordern heute ein professionelles Business Development, um das Überleben von Unternehmen langfristig zu sichern. Das lässt sich unter anderem daran ablesen, dass die Zahl der Business Development-Abteilungen in den Unternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist, so das Ergebnis der Befragung. Seit 2005 ist die Zahl der Abteilungen um mehr als die Hälfte gestiegen. Im Zeitraum zwischen 1995 und 2004 war es eine Steigerung um lediglich 32 Prozent. Und vor 1985 interessierte sich noch kaum ein Unternehmen für Business Development. Daneben zeigt sich die Bedeutung auch daran, dass in den meisten Unternehmen das Business Development direkt an die Geschäftsführung bzw. den Vorstand berichtet.

Auch auf dem Stellenmarkt ist Business Development ein hoch aktuelles Thema. Mitarbeiter, die im Business Development arbeiten, kommen laut Studie vor allem aus dem Vertrieb und dem Marketing. In Bezug auf Qualifikationen werden vor allem unternehmerisches Denken, Kommunikationsfähigkeit sowie analytische und methodische Kenntnisse als die wichtigsten Voraussetzungen für einen Einstieg in das Business Development genannt.

Hintergrund: Der Business Development Day an der Universität Hohenheim

Der Business Development Day des Lehrstuhls Marketing I der Universität Hohenheim hat am 25. Juni 2014 erstmals stattgefunden. Dabei ging es vor allem um Fragen zur Organisation und Arbeitsweise des Business Development in den Unternehmen. Diskutiert wurden auch die künftigen Herausforderungen des Business Development.

Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Markus Voeth, Institut für Betriebswirtschaftslehre, Lehrstuhl für Marketing I
Tel.: 0711/459-22925, E-Mail: marketing@uni-hohenheim.de

Text: A. Schmid

Weitere Informationen:

http://www.businessdevelopmentday.de "weitere Informationen zum Business Development Day"

Florian Klebs | Universität Hohenheim

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden «Krebssignatur» in Proteinen

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wichtiger Prozess für Wolkenbildung aus Gasen entschlüsselt

05.12.2016 | Geowissenschaften

Frühwarnsignale für Seen halten nicht, was sie versprechen

05.12.2016 | Ökologie Umwelt- Naturschutz