Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesweite Studie zu internationalen Tourismus-Kooperationen in deutschen Grenzgebieten

16.11.2010
Urlaubsregionen im deutschen Grenzgebiet nutzen bestehende Potentiale für internationale Kooperationen bislang nur in beschränktem Maße, um ihre Attraktivität für Gäste und Einheimische durch neue Angebote zu steigern.

Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Studie des Lehrstuhls Tourismus an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU).

Zwar bestünden in deutschen Grenzregionen bereits attraktive, grenzübergreifende Angebote (z.B. der Mozartradweg zwischen Chiemgau und Salzburger Land, der Museumspass Oberrhein oder die Sammlung „Manufaktur der Träume“ im sächsischen Annaberg-Buchholz), die Angebotsentwicklung erfolge jedoch nach wie meist auf nationaler Ebene.

Viel zu sehr sei man im Tourismusmarketing und -management noch darauf bedacht, die Bewegungs- und Erlebnisräume von Gästen auf die „eigene Region“ und das „eigene Land“ zu beschränken. „Initialzündung für grenzüberschreitende Kooperationen im Tourismus sind häufig gemeinsam beantragte, zeitlich befristete Fördermittel im Rahmen der EU-Interreg-Programme“, erklärt Lehrstuhlinhaber Professor Harald Pechlaner. Die Herausforderung liege darin, die hieraus wachsenden Kooperationen, persönlichen Beziehungen und gemeinsam entwickelten Angebote nachhaltig aufzustellen, so dass diese langfristig die Attraktivität der Regionen stärken und nicht mit Ende der Förderphase versiegen.

Auftraggeber der Studie ist das Regionale Kompetenzzentrum im Landkreis Regen. Hintergrund ist das von der EU geförderte Projekt „Touristisches Destinationsmanagement Bayerischer Wald – Šumava“, das der Lehrstuhl Tourismus bis 2011 wissenschaftlich begleitet. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der bayerischen und tschechischen Partner in der Region Bayerischer Wald und Šumava ist im Deutsch-Tschechischen Grenzraum eine Pionierleistung. Trotz kultureller, sprachlicher und administrativer Barrieren hat die intensive gemeinsame Arbeit an Produkten und Angeboten für Bewohner und Gäste begonnen. Das „Grüne Dach Europas“ entwickelt sich zunehmend zu einer eigenständigen Urlaubsdestination und das Destinationsmarketing und -management ist aufgefordert, hierfür entsprechende Strukturen zu entwickeln.

Vorgestellt wurde die Studie im Rahmen des Kompetenzforums „Grenzüberschreitende Kooperationen im Tourismus“, das in Bayerisch Eisenstein mit rund 160 Teilnehmer stattfand. Welche besonderen Chancen die transnationale wirtschaftliche Entwicklung Grenzregionen in Europa bieten, stellten unter anderem die bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Emilia Müller, der Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus im Deutschen Bundestag, Klaus Brähmig, sowie der stellvertretende Regionspräsident des Bezirks Pilsen - Jaroslav Bauer - dar.

Constantin Schulte Strathaus | idw
Weitere Informationen:
http://www.ku-eichstaett.de/tourismus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie