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BRIC-Staaten bieten nach wie vor großes Wachstumspotenzial für die globale Baumaschinenindustrie

07.10.2011
- hohe Investitionen in die Infrastruktur geplant

- Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) sind die attraktivsten Märkte für die globale Baumaschinenindustrie, gefolgt von Afrika und Nahost

- Hoher Wettbewerbsdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette

- Bagger und Radlader sind die wichtigsten Produktsegmente, gefolgt von Baggerladern

- Kunden legen Wert auf Service: Ersatzteilbereitstellung, Wartung, Versicherung und Finanzierung

- Emissionsbestimmungen, Importrestriktionen und wachsende Konkurrenz aus regionalen Märkten sind die wichtigsten Herausforderungen

Hersteller und Exporteure von Baumaschinen finden in den BRIC-Staaten, aber auch in Afrika und Nahost attraktive Zukunftsmärkte. Denn dort wird kräftig in die Infrastruktur investiert - das kurbelt die Nachfrage nach Baumaschinen an. Zwar wird der Wettbewerbsdruck höher, aber wer neben hoher Qualität der Produkte auch auf umfangreichen Service setzt, kann Kunden langfristig an sich binden. Das ist das Ergebnis der Roland Berger-Studie "Wachstumsstrategien im weltweiten Bauausrüstungsmarkt - Wachstumsmärkte in den BRIC-Staaten und anderswo". Für diese Markterhebung wurden weltweit 50 Interviews mit Führungskräften aus der Branche geführt.

In den BRIC-Staaten sind die Wachstumsperspektiven für den Baumaschinensektor nach wie vor am größten. Hier wird mit dem Ausbau von Häfen, Straßen und anderen Verkehrsprojekten die Entwicklung der Infrastruktur stark vorangetrieben. "Brasilien gewinnt mit seinem anhaltenden Wirtschaftswachstum und seiner politischen Stabilität zunehmend an Attraktivität", sagt Norbert Dressler, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. "China und Indien sind wachsende Märkte, die von lokalen Joint Ventures dominiert werden, sie lassen aber noch genügend Raum für Neueintritte in den Markt."

Die befragten Führungskräfte aus der Bauindustrie schätzen die BRIC-Länder als deutlich interessanter ein als die Märkte in den etablierten Industriestaaten. Neben diesen beiden Marktregionen wurden auch andere Schwellenmärkte als hoch attraktiv bewertet: Afrika nannten 29 Prozent der Befragten, Nahost 25 Prozent. Vor allem Erstausrüster und Unternehmen mit großen Investitionsvorhaben schätzen diese Märkte, allen voran Südafrika, Algerien, Ägypten, Marokko und Libyen. Rund 15 Prozent der befragten Unternehmen finden außerdem den Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) sowie lateinamerikanische Länder wie Argentinien, Uruguay und Chile sehr attraktiv, um ihr Geschäftsfeld zu erweitern.

Hoher Wettbewerbsdruck

"Der Wettbewerb in der gesamten Branche hält weiter an", sagt Stephan Keese, Partner von Roland Berger. "Deshalb ist eine Marktkonsolidierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu beobachten. Firmenzusammenschlüsse wie Caterpillar/Bucyrus oder Terex/Demag sind ein klares Beispiel dieses Markttrends." So zeigt die Roland Berger-Studie nicht nur, dass alle Baumaschinenhersteller organisch wachsen möchten, sondern auch, dass zwei Drittel von ihnen an Firmenübernahmen in neuen Märkten stark interessiert sind.

Außerdem planen 96 Prozent der Befragten, neue Produkte in ihr Portfolio aufzunehmen, um weiter zu wachsen: "Unter diesem Gesichtspunkt sind M&A-Transaktionen besonders interessant, denn sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, neue Lösungen in ihr bestehendes Produktportfolio schnell zu integrieren", so Dressler.

Unterschiedliche Kundenwünsche

Von allen Baumaschinen sind Bagger und Radlader am stärksten nachgefragt; dabei entwickeln sich Bagger immer mehr zu multifunktionalen Maschinen. Auf der Nachfrageskala folgen dann Baggerlader, Kompaktlader und Planierer.

Hinsichtlich der technologischen Trends ist bei den Baumaschinen vor allem die Möglichkeit wichtig, sie mit weiteren Steuerungsgeräten zu verbinden und GPS-Applikationen anzuwenden (Konnektivität). Gefragt sind auch Überwachungsfunktionen in Echtzeit, um die reibungslose Aktivität der Maschinen zu prüfen und eventuelle Fehler schneller zu beheben.

Außerdem gewinnen emissionsreduzierende Technologien wie Hybrid-Antriebe zunehmend an Bedeutung. Ausschlaggebende Erfolgsfaktoren bleiben jedoch Qualität, Preis und Verfügbarkeit von Ersatzteilen - mit eindeutigen regionalen Unterschieden, erläutert Norbert Dressler: "Während in den USA, Deutschland und China die Qualität der Produkte auf Platz eins des Kundenrankings steht, ist in Brasilien der Preis sehr wichtig. Kunden aus Russland und Indien legen vor allem Wert auf die schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen."

Service ist gefragt

Ein weiterer Trend in der Baumaschinenbranche ist die steigende Nachfrage nach Serviceangeboten. So investieren Baumaschinenhersteller zunehmend in den Aufbau von Servicestützpunkten vor Ort. Denn Kunden verlangen immer öfter Servicedienstleistungen rund um die Uhr sowie Unterstützung bei der Wartung von Maschinen. Weiteres Wachstumspotenzial bieten darüber hinaus Finanzierungs- und Versicherungsdienstleistungen.

Regionale Unterschiede bestimmen das Branchenwachstum

Trotz der generell positiven Aussichten für diese Industrie, sind die Wachstumsaussichten stark von lokalen Faktoren abhängig. Die Wirtschaftspolitik der jeweiligen Regierungen sowie eventuelle Marktregulierungen spielen dabei eine wesentliche Rolle, ergänzt Studienautor András Tóth, Project Manager bei Roland Berger.

"Emissionsbestimmungen, Importbeschränkungen, Zölle und Steuern machen den großen Unterschied. Während in Europa und den USA die Marktregulierung ein wesentlicher Aspekt ist, spielen strenge Importbeschränkungen in Ländern wie Brasilien, China und Russland eine wichtige Rolle. Außerdem drängt in den BRIC-Staaten zunehmend Konkurrenz aus den Schwellenländern auf den Markt."

Die Studie können Sie kostenlos herunterladen unter:
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Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit über 2.000 Mitarbeitern und 43 Büros in 31 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von mehr als 200 Partnern.
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Claudia Russo | presseportal
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