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Blutdruckmessung an beiden Armen besser

30.01.2012
Große Unterschiede weisen auf erhöhtes Krankheitsrisiko hin

Das Messen des Blutdruckes an beiden Armen sollte routinemäßig durchgeführt werden, da ein Unterschied des Blutdrucks zwischen dem linken und rechten Arm auf Gesundheitsprobleme hinweisen kann.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Peninsula College of Medicine and Dentistry. Sehr unterschiedliche Werte können auf ein erhöhtes Risiko bei vaskulären Erkrankungen und des Sterberisikos hinweisen. Es kann laut der in The Lancet veröffentlichten Studie ganz unterschiedlich sein, welcher Arm den höheren Wert aufweist. Entscheidend ist jedoch laut dem Team um Christopher Clark der Unterschied zwischen den Armen, berichtet die BBC.

Arterien überwachen

Die Wissenschaftler analysierten 28 bereits bestehende Studien zu diesem Thema. Die meisten Teilnehmer verfügten über ein erhöhtes Blutdruckrisiko. Rund ein Drittel hatte einen normalen Blutdruck. Die aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass ein Unterschied von zehn mmHg zwischen den Armen Patienten identifizieren kann, deren Risiko einer peripheren vaskulären Erkrankung hoch ist. Ein Unterschied von 15 mmHg weist auf ein erhöhtes Risiko einer zerebrovaskulären Erkankung und damit auf ein 70 Prozent erhöhtes Risiko einer kardiovaskulären Mortalität sowie ein um 60 Prozent erhöhtes allgemeines Sterberisiko hin.

Bei peripheren vaskulären Erkrankungen kommt es zu einer Verengung und Verhärtung der Arterien, die Beine und Füße mit Blut versorgen. Häufig gibt es keine Symptome. In Großbritannien sollte bei Routineuntersuchungen im vaskulären Bereich, die auch einen Test auf Bluthochdruck beinhalten, der Blutdruck in beiden Armen gemessen werden. Umfragen haben laut Clark jedoch ergeben, dass Hausärzte häufig darauf verzichten. Eine frühe Diagnose dieser Erkrankungen ist wichtig, damit die Patienten aufhören zu rauchen, ihren Blutdruck senken oder mit Statinen behandelt werden können.

Teil der ärztlichen Routine

Richard J. McManus von der University of Oxford http://ox.ac.uk und Jonathan Mant von der University of Cambridge http://www.cam.ac.uk schreiben in einem begleitenden Artikel, dass diese Studie bestehende Richtlinien unterstützt. Weitere Studien müssten klarstellen, ob substanzielle Unterschiede zwischen den Armen sofort zu Maßnahmen zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren führen müssten. "Die Ermittlung von Unterschieden sollte jedoch ein Teil der ärztlichen Routine werden", so die abschließende Forderung der Experten.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://pcmd.ac.uk
http://thelancet.com

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