Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Europamarkt für Mikroverkapselungstechnologien

16.05.2002


Markt für Mikroverkapselung sehr uneinheitlich

Bekannt wurde die Technologie durch Anwendungen wie karbonfreies Papier oder in Drucklacke eingearbeitete und auf Papier gebrachte Duftöle ("scratch and sniff"), wie sie in der Parfümwerbung eingesetzt werden. Inzwischen hat sich das Einsatzgebiet der Mikroverkapselung auf eine breite Palette von Industrieanwendungen ausgedehnt. Zu den Endnutzermärkten zählen die Sektoren für Agrochemikalien, Kosmetika, Lebensmittel-Inhaltsstoffe, Druck- und Papieranwendungen, Klebstoffe und Textilien. Eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (www.chemicals.frost.com) zum Europamarkt für Mikroverkapselungstechnologien kommt zu einem interessanten Ergebnis: Während in einigen Segmenten Wachstumsraten bis zu 30 Prozent zu erwarten sind, wird sich die Nachfrage in anderen Bereichen eher rückläufig entwickeln.

Bei der Mikroverkapselung werden feinste feste oder flüssige Partikel mit einer gleichförmigen und lückenlosen Schicht ummantelt. Das Beschichtungsmaterial kann aus natürlichen oder synthetischen Substanzen bestehen und dient meist dem Schutz oder der kontrollierten bzw. verzögerten Freisetzung des umhüllten Kerns. "Der Einsatz dieser Prozesstechnologie kann ein Produkt entscheidend verbessern und gleichzeitig Kosteneinsparungen bringen," meint Gordon McManus, Research Analyst bei Frost & Sullivan. Als bahnbrechende Neuerungen nennt er u. a. temperaturregulierende Textilien, wie sie von Outlast oder Frisby Technologies hergestellt werden, oder die elektronischen Displays der Firma E Ink. "Technische Innovationen, mehr Anwendungsmöglichkeiten und auf Seiten der Kunden der Wunsch nach Produktdifferenzierung werden dem Europamarkt für Mikroverkapselung zu stetigem Wachstum verhelfen," prognostiziert McManus. "Doch um wirklich erfolgreich zu sein, müssen die Anbieter ein feines Gespür für den Markt entwickeln, weil die Aussichten sind je nach Einsatzgebiet ganz unterschiedlich sind. Diverse Anwendungsbereiche mit hohem Potenzial befinden sich noch in der Entwicklungsphase, wobei sich die beteiligten Unternehmen für ihr geistiges Eigentum stark machen. In anderen Sektoren stellen die Endanwender die Mikrokapseln teilweise selbst her, was die Chancen für externe Anbieter erheblich reduziert." Die besten Möglichkeiten bieten sich laut Frost & Sullivan in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie, wo die Mikroverkapselung meist von kleineren Technologieanbietern durchgeführt wird. In diesen Bereichen ist man noch sehr offen für neue Wettbewerber und Technologien.

| chemie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

nachricht Medizinische Innovationen für Afrika
02.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte