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Schlaganfallrisiko für Afro-Kariben höher

16.05.2002


Bluthochdruck und Diabetes trifft Einwanderer aus Afrika und der Karibik hart

Afro-Kariben erleiden nach Angaben von BBC doppelt so häufig Schlaganfälle wie Weiße. Die British Stroke Association warnt die Afrikaner und Kariben vor den Folgen der gefährlichen Krankheit, denn diese Bevölkerungsgruppe stirbt auch häufiger an den Folgen von Schlaganfällen und die Krankheit tritt bei jüngeren Menschen auf.

"Bluthochdruck und Diabetes sind zwei der Hauptursachen für Schlaganfälle – diese beiden Symptome treten bei den Afro-Kariben besonders häufig auf", so Charles Woolf, Mediziner am Kings College in London. Daneben leide diese Bevölkerungsgruppe oft an Fettleibigkeit und an Sichelzellenanämie, einer Erkrankung, die nur bei Schwarzen bekannt ist. Woolf geht davon aus, dass die Ursachen für diese Leiden in der Genetik liegen. "Dennoch ist es gefährlich die gesamte Symptomatik nur auf die Genetik zu beschränken", meint der Forscher. Vielmehr wirken auch der persönliche Lebensstil und die Umwelt mit.

Am Kings College wird eine Studie zur Erforschung der genetischen Faktoren für Herzerkrankungen an Farbigen erstellt. "Ein Schlaganfall eines Afrikaners sieht anders aus wie der eines Kaukasen", so Lalit Kalra, Mediziner und Forschungsleiter. Einer von drei Afrikanern und vier von zehn Afrikanerinnen, die in Großbritannien leben, leiden unter Bluthochdruck. Auch das Risiko an Diabetes zu erkranken, liegt bei dieser Bevölkerungsgruppe um 50 Prozent höher: Jeder zehnte Afro-Karibe im mittleren Alter leidet unter Diabetes, jede fünfte Afrikanerin leidet darunter.

Insgesamt ist das Schlaganfall-Risiko auch in England und Wales Todesursche Nummer eins. Jährlich erleiden 100.000 Menschen einen Schlaganfall, 10.000 davon sind unter 55 Jahre und 1.000 sind unter 30 Jahre alt.

Wolfgang Weitlaner | pte.monitor
Weitere Informationen:
http://www.stroke.org.uk

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