Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medizinische Innovationen bringen Einsparungen in Milliardenhöhe

10.12.2007
Der VFA zur neusten HWWI Studie
Durch Innovationen können im Gesundheitsbereich bis 2037 bis zu 1.400 Milliarden Euro eingespart werden. Das ist das Ergebnis der volkswirtschaftlichen Simulationsstudie „Gesundheitsentwicklung in Deutschland bis 2037“ des Hamburgischen WeltWirtschaftinstituts (HWWI) im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA). „Die immense Herausforderung des demografischen Wandels könnte bei verbesserter Gesundheit in Deutschland ausgeglichen oder sogar überkompensiert werden,“ so Dr.

Michael Bräuninger, Autor der Studie und Ressortleiter Wirtschaftliche Trends beim HWWI.

Eine verbesserte Gesundheit ist durch Innovationen in der medizinischen Versorgung, Umwelt, Ernährung und im Lebenswandel zu erreichen. Dr. Wolfgang Plischke, Vorstandsvorsitzender des VFA, stellte heute den volkswirtschaftlichen Nutzen des medizinischen Fortschritts in den

Vordergrund: „Die alternde Gesellschaft muss kein Schicksal sein, wenn wir uns darauf einstellen, auch im Alter produktiver zu sein. Innovationen im Gesundheitsbereich sind ein Schlüssel dazu“, so Plischke.

Durch Innovationen 12,5% der drohenden volkswirtschaftlichen Kosten einsparen

Durch den demografischen Wandel drohen bis 2037 Kosten von bis zu 11,2 Billionen Euro im Gesundheitsbereich. Die Alterung der Gesellschaft ist daher die zentrale Herausforderung der nächsten 3 Jahrzehnte für Deutschland. Hierzu wurden die zukünftigen direkten Krankheitskosten sowie die indirekten Kosten berechnet, die beispielsweise durch Arbeitsausfälle entstehen. Je nach demografischer Entwicklung kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass bis 2037 insgesamt 910,7 Milliarden Euro bzw. 1,4 Billionen Euro eingespart werden können. Dies entspricht 8,1% bzw. 12,5% der gesamten Gesundheitskosten.

Die Erwerbsfähigkeit im Alter als zentraler Faktor

Zentrales Element der Simulationsstudie sind die Effekte einer verbesserten Gesundheit, die durch medizinische Innovationen auch im Alter zu erreichen ist. So kann die Gesundheit eines 60-jährigen in 30 Jahren der eines heute 55-jährigen entsprechen. Die volkswirtschaftliche Produktivität nimmt dann dramatisch zu, da weniger krankheitsbedingte Arbeitsausfälle entstehen. Die Studie knüpft an die aktuelle Debatte um das Rentenalter an: „Die Beschäftigungsquote der älteren Bevölkerungsgruppen liegt in Deutschland um nahezu ein Drittel unter der Quote in Dänemark, den USA oder Großbritannien. Das ist nicht nur für die Rentenkassen ein Problem. In den höher qualifizierten Berufsgruppen könnte es zu dramatischen Engpässen führen, wenn die Erwerbstätigkeit nicht auch durch eine verbesserte Gesundheit der älteren Bevölkerungsgruppen gesteigert wird“, so Bräuninger.

Zukunftschancen einer produktiveren Gesellschaft

Innovationen stellen in doppeltem Sinne eine Zukunftschance dar: Die Gesellschaft wird insgesamt produktiver und die Gesundheitsbranche wird zur zentralen Zukunftsbranche. Plischke sieht in der verbesserten Gesundheit einer innovativen Gesellschaft die zentrale Bedingung für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland: „Vitalität und Produktivität sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Zunächst einmal ist es für jeden einzelnen eine Steigerung der Lebensqualität, wenn er länger gesund bleibt bzw. schwere Folgen seiner Erkrankungen verzögert werden. Wenn es uns gelingt, diese Vitalität auch für den Erwerbsprozess in der Wirtschaft zu nutzen, können wir die bedrohliche Floskel von der alternden Gesellschaft getrost über Bord werfen und künftig von einer nachhaltig produktiven Gesellschaft sprechen.“

Kontakt für Presseanfragen:

Dr. Jochen Stemmler
Pressesprecher

Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA)
Hausvogteiplatz 13
10117 Berlin (Mitte)
Tel.: 030/20604 203
Fax: 030/20604 209
E-Mail: j.stemmler@vfa.de
Dr. Frédéric Jörgens
Scholz & Friends Agenda
Wöhlertstr. 12/13
10115 Berlin (Mitte)
Tel.: 030/700 186 753
Fax: 030/700 186 370
E-Mail: frederic.joergens@s-f.com
Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) ist der Wirtschaftsverband der forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des VFA repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 95.000 Mitarbeiter. 16.500 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des VFA - ab sofort auch im Internet.

Dr. Frédéric Jörgens | Scholz & Friends Agenda
Weitere Informationen:
http://www.vfa.de/pk20070612
http://www.vfa.de
http://www.vfa.de/onlinepk

Weitere Berichte zu: Billionen Gesundheitsbereich HWWI Simulationsstudie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Echtzeit-Feedback hilft Energie und Wasser sparen
08.02.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Nutzung digitaler Technologien in der industriellen Produktion führt zu Produktivitätsvorteilen
01.02.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie