Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chemnitzer Sportstätten unter der Lupe

28.11.2007
Die Stadt Chemnitz und Sportwissenschaftler der TU entwickeln einen Plan zur optimalen Sportstättenversorgung, der bis in das Jahr 2020 weist

In Chemnitz besitzt der Sport eine große und weltweit beachtete Tradition. Zahlreiche Welt- und Europameister tragen den Namen der Stadt in alle Welt.

Insbesondere die idealen Trainingsbedingungen unterstützten auch Katarina Witt (Eiskunstlauf), Lars Riedel (Diskuswerfen) und Michael Ballack (Fußball), sportliche Spitzenleistungen zu erzielen. Doch es ist nicht nur der Leistungssport, der von den Trainingsbedingungen in den Sportstätten profitiert. Hinzu kommen auch der Breitensport, der Kinder- und Jugendsport, der Behindertensport und der Seniorensport. Insgesamt gehen 31.314 Mitglieder in 198 Chemnitzer Sportvereinen ihrem Lieblingssport nach, so eine Erhebung vom März 2007. Sie nutzen Sporthallen und Trainingsplätze, die sowohl unter städtischer als auch unter Vereinsaufsicht betrieben werden. Doch sind all diese Sportstätten auf gleich hohem Niveau? Wie ist der Bauzustand? Wie lange laufen die Mietverträge?

"Um zu wissen, was in den Chemnitzer Sportstätten gemacht werden soll, wird zurzeit ein Sportentwicklungsplan erarbeitet. Dazu hat die Stadt Chemnitz die Initiative ergriffen, mit der Technischen Universität einen Vertrag geschlossen und so wird die Professur Sportsoziologie/- ökonomie der TU Chemnitz im Auftrag der Stadtverwaltung den Plan erarbeiten. Zum einen erfassen wir damit die vorhandenen Sportstätten und zum anderen stellen wir den Bedarf fest: Was wird wo gebraucht?

Nächster Termin für einen Zwischenbericht ist am 13. Dezember 2007 in der Sitzung des Kultur- und Sportausschusses im Rathaus. Der Abschlussbericht soll im Spätherbst 2008 schließlich auch dem Stadtrat vorgelegt werden", erläutert Bürgermeisterin Heidemarie Lüth, zu deren Ressort auch der Sport in Chemnitz gehört.

Der erste Teil des Projekts läuft seit Anfang September. Mitarbeiter und Studierende des Instituts für Sportwissenschaft erfassen gemeinsam mit Vertretern des Sportamtes der Stadt Chemnitz die Sportstätten und bewerten diese nach qualitativen und quantitativen Gesichtspunkten.

"Zum einen wird der bauliche Zustand der Sportstätten inklusive der Sanitäranlagen aufgenommen. Zum anderen wird die Anzahl aller in Chemnitz vorhandenen Sportstätten mit einem aktuellen Stand der Auslastung und dem Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten ermittelt. In einer weiteren Phase des Projekts werden im Rahmen einer kooperativen Planung mit Vertretern des Chemnitzer Sports weitere Ziele und Maßnahmen erarbeitet, die künftig in den Chemnitzer Städtebau einbezogen werden sollen", so Projektleiter Prof. Dr. Siegfried Nagel,

Den weiteren Verlauf der Sportstudie beschreibt sein Mitarbeiter Torsten
Schlesinger: "Im Dezember erarbeiten wir die Bestands-Bedarfs-Analyse.
Von Januar bis März 2008 fassen wir auf Grundlage der erfassten Daten Handlungsempfehlungen für die Stadt zusammen und ab April bis Juli

2008 werden die Empfehlungen in den gemeinsamen Maßnahmenkatalog von Interessensgruppen und Entscheidungsträgern eingearbeitet. Ziel ist es, im August 2008 den Abschlussbericht zu präsentieren, damit er im Spätherbst dem Stadtrat vorgelegt werden kann."

"Wir wollen den Chemnitzern am Ende einen Sportentwicklungsplan präsentieren, der das Sportverhalten der Bürger bis zum Jahr 2020 mit allen Eventualitäten prognostiziert und außerdem Ziele und Prioritäten festsetzt, die künftig Eingang in die Kommunalpolitik bekommen sollen", erläutert Prof. Nagel das Ziel des gemeinsamen Vorhabens von Stadt und Universität.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Siegfried Nagel, Telefon 0371 531-32929, E-Mail siegfried.nagel@phil.tu-chemnitz.de , sowie Torsten Schlesinger vom Projektteam "Sportentwicklung in der Stadt Chemnitz", Telefon 0371 531-32936, E-Mail torsten.schlesinger@phil.tu-chemnitz.de

Wichtiger Hinweis für die Medien: In der Pressestelle können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: Mit Fragebogen und Diktiergerät: Prof. Dr. Siegfried Nagel (3.v.r.), Inhaber der Professur Sportsoziologie/-ökonomie an der TU Chemnitz, seine Mitarbeiterin Anne Seyfert (2.v.r.) und Sportökonomie-Student Alexander Peter analysieren im Auftrag der Chemnitzer Stadtverwaltung die Sportstätten der Stadt und entwickeln daraus einen Sportentwicklungsplan für Chemnitz.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/

Weitere Berichte zu: Lupe Sportentwicklungsplan Sportstätte Trainingsbedingungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie