Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kostenlose Untersuchung auf Typ 1 Diabetes-Risikogene für Neugeborene - die TEDDY Studie

22.11.2007
Hinweis auf kostenlose Typ 1 Diabetes-Risikountersuchung für Neugeborene im Rahmen der TEDDY Studie.

Typ 1 Diabetes ist derzeit die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Ärzte diagnostizieren pro Jahr etwa bei 2000 Kindern in Deutschland Typ 1 Diabetes. Diese Kinder sind künftig von täglichen Insulin-Injektionen abhängig. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt mit jedem Jahr weiter an.

Schlimme Folgen bei einem unerwarteten Auftreten von Typ 1 Diabetes, beispielsweise dramatische Stoffwechselentgleisungen, können aber vermieden werden. Das Institut für Diabetesforschung in München bietet im Rahmen der TEDDY Studie eine kostenlose Untersuchung auf Typ 1 Diabetes-Risikogene bei Geburt an. Seit gut drei Jahren läuft in Deutschland die internationale TEDDY Studie, die die umweltbedingten Ursachen des Typ 1 Diabetes bei Kindern aufdecken soll.

Gerade für Kinder, die in Ihrer Familie einen erstgradigen Verwandten (Mutter, Vater oder Geschwisterkind) mit Typ 1 Diabetes haben, ist diese Untersuchung sinnvoll. Etwa fünf von hundert Kindern, die aus einer vorbelasteten Familie stammen, entwickeln einen Typ 1 Diabetes. Sie haben ein weitaus höheres Risiko als andere Kinder, bei denen etwa drei von tausend einen Typ 1 Diabetes entwickeln.

Um den Typ 1 Diabetes eines Tages verhindern zu können, soll
in einer zweiten Stufe der TEDDY Studie geklärt werden, welche Umweltfaktoren die Krankheit bei erblich vorbelasteten Kindern auslösen können. Das TEDDY Studienteam sammelt deshalb mit dem Einverständnis der Eltern schon von Geburt an Informationen zu Ernährung, Infektionen und besonderen psychischen Belastungen, die später ausgewertet werden.

"Stellen wir bei einem Kind Typ 1 Diabetes-Risikogene fest, können wir durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen zwar noch nicht die Krankheit selbst, zumindest aber einen unerwarteten Krankheitsausbruch mit dramatischen Stoffwechselstörungen verhindern. Zudem wird so ermöglicht, die notwendige Therapie frühzeitig zu beginnen und die Gefahr von Komplikationen zu verringern ", so Frau Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler, Leiterin des Institutes für Diabetesforschung.

Die Teilnahme an der Typ 1 Diabetes-Risikountersuchung ist ganz einfach - mitmachen kann jedes Neugeborene. Insbesondere empfiehlt sich die Teilnahme aber für Kinder, die einen Verwandten mit Typ 1 Diabetes haben, da sie ein höheres Erkrankungsrisiko mitbringen.

Bei der Geburt entnimmt der Arzt eine Blutprobe aus der Nabelschnur. Bis drei Monate nach der Geburt kann die Untersuchung anhand weniger Tropfen Blut nachgeholt werden.

Nähere Informationen zur Teilnahme bekommen Interessierte unter
0800 - 33 83 339 und per E-Mail:
teddy.germany@lrz.uni-muenchen.de
Mehr zur TEDDY Studie lesen Sie auf http://www.teddystudy.org
Pressekontakt:
Christine Huber
Institut für Diabetesforschung
an der Klinik und Hochschulambulanz
für Kinder- und Jugendmedizin
des Klinikums rechts der Isar der TU München
Immunologie und Prävention - Prof. Anette-Gabriele Ziegler
Kölner Platz 1, 80804 München
Tel. 089/30 68-3380
Fax: 089/30 68-7509
E-Mail: christine.huber@lrz.uni-muenchen.de

Christine Huber | idw
Weitere Informationen:
http://www.teddystudy.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie