Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fahren oder gefahren werden: RUB-Psychologen befragen Studierende zur Verkehrsmittelwahl

08.11.2007
Fahren oder gefahren werden
Psychologen befragen Studierende zu ihrer Verkehrsmittelwahl
RUB-Studie: 31.000 Briefe in der Post

Zur Uni mit der U-Bahn, zu Fuß zur Arbeit, Einkaufen mit dem Auto oder anders rum: Wie kommen die Studierenden der RUB wo hin? Und vor allem: warum so und nicht anders?

Das wollen Forscher der Arbeitsgruppe Umwelt- und Kognitionspsychologie (Leiter: Prof. Dr. Rainer Guski) wissen und deswegen schreiben sie alle Studierenden an. 31.000 Briefe gehen heute in die Post. Darin stecken Infos über das Projekt zum Thema Verkehrsmittelwahl, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft für zwei Jahre fördert, und die Aufforderung zum Mitmachen: Die Studierenden sollen im November und im April je einen Fragebogen ausfüllen und eine Woche lang online protokollieren, wie sie wohin gekommen sind. Zur Belohung werden unter den Teilnehmern wertvolle Preise verlost, u. a. Buchgutscheine, Eintrittskarten, iPods und ein Laptop.

Wenn sich das Leben verändert

"Wir wollen wissen, welche Faktoren die Wahl des Verkehrsmittels beeinflussen", verdeutlicht Projektmitarbeiter Dr. Christian Klöckner. "Uns interessieren sowohl situative Bedingungen wie die Anbindung ans ÖPNV-Netz oder der Besitz eines Autos, als auch psychische Faktoren wie die Einstellung zu bestimmten Verkehrsmitteln und ähnliches." Anhand der Gruppe der Studierenden lasse sich besonders gut ablesen, wie Veränderungen im Leben sich auf die Verkehrsmittelwahl auswirken. Ein Umzug, eine neue Beziehung, ein anderer Job, all das sind gute Gründe, seine Verkehrsmittelwahl zu überdenken und vielleicht zu verändern - Vorkommnisse, die in jungen Jahren häufiger sind als später. Außerdem können die Forscher mit den Studierenden der Ruhr-Uni eine so große Stichprobe ansprechen, dass auch kleine Untergruppen noch groß genug sind, um statistisch aussagekräftig zu sein. Die Ergebnisse der Studie sollen unter anderem zeigen, unter welchen Umständen Menschen ihre Verkehrsmittelwahl verändern und beispielsweise auf Bus und Bahn umsteigen.

Fünf Minuten am Tag

Wer mitmacht, füllt im November 07 und im April 08 je einen Fragebogen zu seiner Lebenssituation und seinen Einstellungen aus und protokolliert eine Woche lang online, ob und wie er oder sie Wege zu vier Zielen zurückgelegt hat: zur Uni, zum hauptsächlich genutzten Geschäft (Supermarkt an der Ecke), zum häufigsten Freizeitziel (etwa Freundin oder Fitnessclub) und, falls vorhanden, zum Job. "Das dauert am Tag nicht mehr als fünf Minuten", schätzt Klöckner. Die Befragung ist vom Datenschutzbeauftragten geprüft worden und streng anonym.

Weitere Informationen

Dr. Christian Klöckner, Arbeitsgruppe Umwelt- und Kognitionspsychologie der RUB, Tel. 0234 32 24497, Fax: 0234 32 14308, E-Mail: christian.a.kloeckner@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

nachricht »Zweites Leben« für Smartphones und Tablets
16.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von der Genexpression zur Mikrostruktur des Gehirns

24.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Bestrahlungserfolg bei Hirntumoren lässt sich mit kombinierter PET/MRT vorhersagen

24.04.2018 | Medizintechnik

RWI/ISL-Containerumschlag-Index auf hohem Niveau deutlich rückläufig

24.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics